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Absturz auf 18,5 Prozent: CDU verliert Landtagswahl in Sachsen-Anhalt historisch

CDU-Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Aktuelle News

Die CDU verbucht bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt massive Stimmenverluste.

Die CDU erlebt bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein historisches Debakel. Nach den ersten Hochrechnungen und Prognosen von ARD und ZDF stürzt die Union auf 18,5 Prozent der Stimmen ab.

Im Vergleich zur Landtagswahl 2021 bedeutet dies ein Minus von rund 18,6 Prozentpunkten. Die Christdemokraten verlieren damit fast die Hälfte ihres damaligen Wähleranteils.

CDU-Ergebnis bei Sachsen-Anhalt-Wahl
CDU-Ergebnis bei Sachsen-Anhalt-Wahl

Spitzenkandidat Sven Schulze reagiert auf das Wahlergebnis

CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze zeigte sich auf der Wahlparty sichtlich enttäuscht über den Ausgang. Im Frühjahr hatte er noch das Ziel ausgegeben, „30 Prozent plus X“ zu holen, um stärkste Kraft im Landtag zu bleiben.

In seiner Rede dankte Schulze vor allem den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern im Land. Den deutlichen Erfolg der AfD, die als klar stärkste Kraft aus der Wahl hervorgeht, kommentierte er knapp mit den Worten: „Das ist Demokratie.“

Sven Schulze, CDU Sachsen-Anhalt
Sven Schulze, CDU Sachsen-Anhalt

Verschiebung der Machtverhältnisse im Magdeburger Landtag

Insgesamt waren rund 1,79 Millionen Menschen in Sachsen-Anhalt zur Stimmabgabe aufgerufen. Der Wahlausgang stellt die bisherigen Machtverhältnisse im Magdeburger Landtag vollständig auf den Kopf.

Bei der Landtagswahl 2021 hatte die CDU mit 37,1 Prozent noch einen deutlichen Vorsprung von 16 Prozentpunkten vor der AfD (20,8 Prozent) erzielt. Damals gewann die Union 40 der 41 Direktmandate im 97 Sitze zählenden Parlament. Die Linke kam 2021 auf 11 Prozent, die SPD auf 8,4 Prozent, die FDP auf 6,4 Prozent und die Grünen auf 5,9 Prozent.

Schwierige Regierungsbildung und drohender Machtverlust

Für die Union steht nach 24 Jahren die Führung der Magdeburger Staatskanzlei auf dem Spiel. Durch das Erstarken der AfD gestaltet sich eine Mehrheitsbildung ohne Beteiligung der Wahlsieger rechnerisch äußerst kompliziert.

Sollte die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen, geraten Bündnisse in den Fokus, die auf Bundesebene bisher als Tabu gelten. Dazu zählt auch eine mögliche Kooperation mit der Linkspartei, die sich im Vorfeld offen für Gespräche gezeigt hatte.