Absturz bei Flugshow nahe Athen: 2 Piloten sterben nach Explosion einer F-4 Phantom
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Absturz bei Flugshow nahe Athen: 2 Piloten sterben nach Explosion einer F-4 Phantom
Bei einer Flugshow auf dem griechischen Militärflugplatz Tanagra ist am Samstagnachmittag ein Kampfflugzeug verunglückt. Beide Piloten an Bord der zweisitzigen McDonnell F-4E Phantom II kamen bei dem Aufprall ums Leben.
Das Unglück ereignete sich während der traditionsreichen „Athens Flying Week“ rund 60 Kilometer nördlich von Athen. Tausende Zuschauer beobachteten die Vorführung vor Ort.
Tragischer Unfall wenige Minuten nach dem Start
Berichten zufolge war die Maschine noch keine drei Minuten in der Luft, als sie plötzlich an Höhe verlor. Aufnahmen des öffentlich-rechtlichen Senders ERT dokumentieren, wie das Flugzeug kurz vor dem Absturz in geringer Höhe eine Rechtskurve flog.
Beim Aufprall auf den Boden explodierte der Jet unmittelbar. Nach Angaben eines Armeebeamten konnten die beiden Piloten ihre Schleudersitze nicht mehr rechtzeitig auslösen. Unter den Zuschauern und Anwohnern der Umgebung gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine Verletzten.
Großeinsatz wegen Folgebrand
Der Absturz löste in der Umgebung des Stützpunkts einen Vegetationsbrand aus. Die Feuerwehr rückte mit neun Löschflugzeugen und vier Hubschraubern an, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Die Veranstalter brachen die Flugshow sofort ab und forderten das Publikum über Lautsprecherdurchsagen auf, das Gelände zu verlassen. Der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias beendete eine Reise im Inland vorzeitig und begab sich direkt zum Unfallort.
Veteran des Kalten Krieges
Die F-4 Phantom stammt ursprünglich aus US-Produktion und wurde während des Kalten Krieges entwickelt. Die griechische Luftwaffe setzt das Modell seit 1974 ein und verfügt laut offiziellen Angaben noch über 36 modernisierte Maschinen dieses Typs.
Die genaue Ursache für den plötzlichen Höhenverlust ist Gegenstand laufender Untersuchungen der Militärbehörden.
