ADAC warnt vor Brandgefahr: Verbotenes Kältemittel R134a trifft Millionen ältere Pkw
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Die Wartung älterer Autoklimaanlagen wird durch strenge EU-Regeln zunehmend teurer.
Wenn die Klimaanlage im Auto an warmen Tagen nachlässt, greifen manche Fahrzeughalter aus Kostengründen zur Selbsthilfe. Der ADAC warnt nun jedoch eindringlich vor den Risiken eigenmächtiger Nachfüllungen bei älteren Fahrzeugen.
Besonders betroffen sind Fahrzeuge, deren Klimaanlagen noch mit dem Kältemittel R134a betrieben werden. Dieser Stoff ist in Neuwagen bereits seit 2017 verboten, doch neue EU-Vorgaben verknappen das Mittel nun auch für den Fahrzeugbestand drastisch.

Wartung der Klimaanlage eines Autos.
Steigende Werkstattkosten durch Kältemittel-Verknappung
Durch die schärferen EU-Regularien wird R134a spürbar teurer und schwerer verfügbar. Die Umstellung bestehender Klimaanlagen auf moderne Alternativen wie R1234yf ist technisch oft problematisch, da ältere Systeme selten für das neue Kältemittel ausgelegt sind.
Nach Angaben des ADAC fehlen klare rechtliche und technische Standards für eine solche Umrüstung. Im ungünstigsten Fall drohen durch unzulässige Umbauten Komplikationen bis hin zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.
Akute Brandgefahr durch billige Online-Ersatzstoffe
Die größte Gefahr geht von Do-it-yourself-Kits aus, die im Internet als preiswerte Alternative beworben werden. Diese Nachfüllsets werden häufig unter Bezeichnungen wie R12 oder HC-12a verkauft.

Die Krux: Viele dieser Produkte basieren auf leicht entzündlichen Gasen wie Propan oder Butan. Im Falle eines Unfalls oder einer Undichtigkeit im Motorraum können diese Kohlenwasserstoffe schwere Fahrzeugbrände auslösen.
Steigendes Defektrisiko bei älteren Fahrzeugen
Da betroffene Fahrzeuge inzwischen mindestens sieben Jahre oder älter sind, nimmt die Anfälligkeit für Materialermüdung und Leitungsdefekte naturgemäß zu. Hochentzündliche Gase in einem undichten System vervielfachen das Sicherheitsrisiko.
Fachgremien und Automobilclubs raten daher dringend davon ab, Arbeiten am Kältemittelkreislauf eigenhändig vorzunehmen. Nur zertifizierte Fachwerkstätten verfügen über das notwendige Absaug- und Diagnoseequipment, um Kältemittel vorschriftsgemäß und sicher zu befüllen.
