Alarm am BER: Terminal 1 nach Gefahrgut-Einsatz bis 20:45 Uhr geräumt
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Alarm am BER: Terminal 1 nach Gefahrgut-Einsatz bis 20:45 Uhr geräumt
Am Hauptstadtflughafen BER herrschte am Donnerstagabend Ausnahmezustand. Die Bundespolizei sperrte das gesamte Terminal 1, nachdem eine Frau behauptet hatte, giftige Substanzen bei sich zu tragen.
Gegen 20:45 Uhr gab die Polizei das Gebäude wieder frei. Nach bisherigen Erkenntnissen der Behörden bestand zu keinem Zeitpunkt eine tatsächliche Gefahr für Passagiere oder Personal.
Gefahrgut-Alarm nach Drohung mit Handtasche
Der Vorfall begann am späten Donnerstagnachmittag. Eine Frau fuhr mit der Rolltreppe direkt zum Bereich der Bundespolizei und erklärte den Beamten, in ihrer Handtasche befänden sich Giftstoffe.
Die Einsatzkräfte überwältigten die Frau umgehend und nahmen sie fest. Um 17:45 Uhr lösten die Behörden offiziell Gefahrgut-Alarm aus und sperrten den Bereich um das Gepäckstück weiträumig ab.
Zahlreiche Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr sowie umliegender Wehren aus dem Landkreis Dahme-Spreewald rückten in Spezialanzügen an. Wegen der unklaren Gefahrenlage trat auch die Notfalleinsatzzentrale des Flughafens zusammen.
Einschränkungen im Flug- und Bahnverkehr
Während des Einsatzes mussten alle anwesenden Passagiere das Terminal 1 verlassen. Parallel dazu wurde der Bahnverkehr zwischen Schönefeld und dem Flughafen BER komplett unterbrochen.
Verlagerung auf Terminal 2
Die Flughafenleitung verlegte die Abfertigung der Fluggäste kurzfristig in das benachbarte Terminal 2. Maschinen im Landeanflug durften weiter aufsetzen, auch bereits abgefertigte Flüge starteten wie geplant.
Dennoch kam es bis zum Betriebsschluss zu Verspätungen, vereinzelten Ausfällen und Umleitungen. Für den frühen Freitagmorgen strichen die Airlines zwei Abflüge, da die benötigten Maschinen am Vorabend nicht mehr landen konnten.
Die genaue chemische Analyse des sichergestellten Stoffs aus der Handtasche dauert an. Die Bundespolizei kündigte an, die Laborergebnisse in den kommenden Tagen vorzulegen.
