Amaryllis-Pflege im August: Dieser entscheidende Schritt sichert die Winterblüte
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Die Vorbereitung auf die Winterblüte beginnt für die Amaryllis bereits im Hochsommer.
Die Amaryllis gehört zu den bekanntesten Zimmerpflanzen der kalten Jahreszeit. Ihre auffälligen Blüten öffnen sich mitten im Winter, doch die Basis für diesen Erfolg entsteht bereits Monate im Voraus.
Im August schaltet die Pflanze um. Wer im Winter kräftige Blütenstände erwartet, muss die Pflege im Spätsommer drastisch anpassen.
Start der Ruhephase: Was sich im August verändert
Während viele Zierpflanzen im Hochsommer auf dem Höhepunkt ihres Wachstums stehen, leitet die Amaryllis ihren Rückzug ein. Nach Angaben des spanischen Gartenmagazins Jardineria On endet im Spätsommer die energieintensive Wachstumsphase, in der die Pflanze Nährstoffe gesammelt hat.
Vergilbende Blätter und ein sichtbarer Wachstumsstopp sind in dieser Phase normal. Es handelt sich nicht um einen Pflegefehler oder einen Mangel, sondern um den Beginn der notwendigen Ruhephase.
Zusätzliches Gießen oder Nachdüngen schadet der Zwiebel in diesem Stadium. Die Pflanze benötigt jetzt Zeit, um die verbleibende Energie vollständig im Zwiebelkörper einzulagern.

Wasser und Nährstoffe drastisch reduzieren
Um den Übergang in die Ruhezeit zu steuern, müssen Gießmengen schrittweise heruntergefahren werden. Das Substrat sollte zwischen den einzelnen Wassergaben spürbar abtrocknen.
Die wichtigsten Maßnahmen bei der Spätsommer-Pflege:
- Düngen vollständig einstellen: Zusätzliche Nährstoffe würden das Blattwachstum künstlich antreiben und die Ruhephase blockieren.
- Wassergaben minimieren: Die Feuchtigkeit im Topf muss sinken, da die Wurzeln bei stehendem Wasser schnell faulen.
- Kein abruptes Austrocknen: Die Umstellung erfolgt schrittweise über mehrere Wochen.
Der richtige Standort vor dem Herbst
Sobald die Pflanze einzieht, benötigt sie keinen vollsonnigen oder heißen Platz mehr. Ein schattigerer, trockener und mäßig warmer Standort unterstützt den Prozess optimal.
Stand die Amaryllis über den Sommer im Freien, muss sie vor spätsommerlichen Regenfällen und kühlen Nachttemperaturen geschützt werden. Übermäßige Nässe von außen führt bei inaktiven Zwiebeln schnell zu Fäulnis.
Das Blattwerk bleibt an der Pflanze, bis es vollständig eingetrocknet und braun ist. Grüne Blätter transportieren weiterhin wertvolle Assimilate in die Zwiebel, die für den neuen Austrieb im Winter unverzichtbar sind.
