Anne Will über TV-Karriere: Warum sie mit 24 Jahren mühsam Hochdeutsch lernen musste
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Moderatorin Anne Will spricht über ihre rheinischen Wurzeln und Karriereanfänge.
Die frühere ARD-Polittalkerin und heutige Podcasterin Anne Will blickt auf ihre ersten Schritte im Journalismus zurück. Die 60-Jährige wuchs in Köln auf und verließ ihre Heimatstadt erst im Alter von 24 Jahren für ihre journalistische Ausbildung in Berlin.
Dieser Ortswechsel stellte die gebürtige Rheinländerin vor sprachliche Hürden, wie sie in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“ berichtete.
Sprachliche Hürden: Sprecherziehung beim Berliner Volontariat
Während ihres Volontariats musste Will gezielt Hochdeutsch trainieren, um ihren rheinischen Tonfall abzulegen. „Da hatte ich Sprecherziehung. Sch und ch kriegte ich nicht richtig auseinander“, erklärte die Moderatorin.
Das Umlernen sei ein mühsamer Prozess gewesen. Zeitweise habe sie beim Telefonieren bewusst jedes einzelne Wort vermieden, das diese Laute enthielt.
Anne Will im Gespräch in der Talkshow „Kölner Treff“.
Eine tiefe Bindung zum Kölner Karneval
Trotz ihres Wohnorts außerhalb des Rheinlands bleibt Will dem Kölner Karneval eng verbunden. Ihre ersten Erfahrungen mit dem Straßenkarneval verliefen allerdings turbulent.

Erster Zugversuch mit 14 Jahren
Mit rund 14 Jahren besuchte sie an Weiberfastnacht ihren ersten Umzug im Hürther Stadtteil Berrenrath. Viel bekam sie davon allerdings nicht mit: Eine mitgebrachte Flasche Apfelschnaps sorgte für massive Übelkeit, an die sie sich bis heute erinnert.
Journalistin Anne Will im Porträt.
Auf dem Wagen vor 1,5 Millionen Zuschauern
Deutlich positiver gestaltete sich ihre spätere Teilnahme am Rosenmontagszug. Zweimal fuhr sie auf dem Wagen des Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval mit.
Bei ihrer Premiere säumten 1,5 Millionen Menschen die Straßen bei blauem Himmel. Nach der vierstündigen Fahrt durch die Stadt stand für Will beim anschließenden Bad fest, dass dies der schönste Tag ihres Lebens gewesen sei.
Die Sehnsucht nach den Festtagen packte sie unlängst erneut vor dem Bildschirm: Als während einer Fernsehübertragung von Weiberfastnacht auf dem Alter Markt gemeldet wurde, dass es im benachbarten Düsseldorf regne und die Kölner Menge daraufhin jubelte, habe sie sofort den Wunsch verspürt, wieder vor Ort mitzufeiern.


