Antiviren-Test: Schutzwirkung von Windows Defender fällt auf Note 3,4
Aktuelle News
Aktuelle Sicherheitssoftware im Test: Schutzwirkung und Performance im Vergleich.
Microsofts bordeigener Virenscanner verliert an Boden: Im aktuellen Test in Zusammenarbeit mit AV-Comparatives verschlechtert sich die Schutzwirkungs-Teilnote des Windows Defender von 3,1 auf 3,4. Mit einer Gesamtnote von 2,7 bleibt die vorinstallierte Lösung zwar befriedigend, schneidet im Vergleich zur Konkurrenz aber nur mäßig ab.
Nahezu das gesamte Testfeld musste bei der reinen Schutzwirkung Einbußen hinnehmen. Einzig Kaspersky Premium dominierte die Messungen deutlich, wird jedoch aufgrund der weiterhin aktiven Warnung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nicht in die Gesamtwertung aufgenommen.
Die Testergebnisse im Überblick
Bitdefender Total Security für Windows.
Als Testsieger geht Bitdefender Total Security mit der Gesamtnote 1,7 hervor. Die Suite punktet mit stabiler Performance (1,6), guter Schutzwirkung (1,9) und einer umfangreichen Ausstattung (1,0), die unter anderem einen Passwortmanager, eine Firewall und tägliches VPN-Volumen umfasst.
Avast Free Antivirus Programmoberfläche.
Bei den kostenlosen Lösungen sichert sich Avast Free Antivirus (baugleich zu AVG AntiVirus Free) mit der Gesamtnote 2,0 den Titel als Preistipp. Das Programm erreicht bei der Schutzwirkung eine Teilnote von 1,8 und belastet das System kaum, zeigt jedoch eine leicht erhöhte Fehlalarmquote.
Norton Antivirus Plus Packung.
Norton Antivirus Plus erreicht mit der Gesamtnote 1,8 die Bestnote 1,0 bei der Schutzwirkung. Das Tool bietet integrierten Cloud-Speicher für Backups, verzichtet im Basispaket jedoch auf einen VPN-Dienst.
Windows-Sicherheitseinstellungen und Viren- & Bedrohungsschutz.
Der Windows Defender überzeugt zwar mit extrem wenigen Fehlalarmen (1,0) und geringem Ressourcenverbrauch, fällt aber durch die höhere Infektionsrate und mangelnde Zusatzfunktionen im Gesamtergebnis zurück.

Testkriterien und Funktionsumfang
Für die Bewertung werden vier zentrale Testbereiche herangezogen: Schutzwirkung, Fehlalarme, Systembelastung (Performance) und Ausstattung.
Screenshot der AV-Software McAfee Total Protection während eines Scanvorgangs.
Hintergrundüberwachung und Systemressourcen
Moderne Antivirenprogramme arbeiten permanent im Hintergrund. Sie analysieren Dateioperationen, blockieren bösartige Webseiten und verschieben verdächtige Dateien direkt in die Quarantäne.
Wichtig ist dabei die Balance: Ein Scanner darf das System bei alltäglichen Aufgaben nicht spürbar ausbremsen oder harmlose Software fälschlicherweise als Bedrohung einstufen.
Schutzpflicht unter Windows
Auf einen aktiven Virenscanner zu verzichten, birgt erhebliche Risiken. Im Testversuch ohne aktiven Schutz gelang es gängigen Exploits problemlos, ein ungepatchtes Windows-System zu infizieren.
Selbst einfache Schutzprogramme fangen den Großteil der Schädlinge ab. Wer keine Drittanbietersoftware installieren möchte, sollte daher keinesfalls den integrierten Windows Defender abschalten.





