Apple-Werbung in Mailand löst Debatte über digitale Erziehung aus
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Das fragliche Plakat der „Relax, it’s iPhone“-Kampagne in Mailand.
Ein Werbeplakat von Apple in Mailand hat eine hitzige Debatte in Italien ausgelöst. Im Fokus steht ein Motiv der weltweiten Kampagne „Relax, it’s iPhone“.
Das Bild zeigt ein Kleinkind, das ein iPhone in den Händen hält. Dazu wird der italienische Slogan „Tutto ok, è iPhone“ präsentiert.
Verharmlosung von „elektronischem Babysitting“
Die Kampagne von Apple ist eigentlich darauf ausgelegt, die Widerstandsfähigkeit des Smartphones in Alltagssituationen humorvoll zu unterstreichen – etwa bei Stürzen oder Kontakt mit Wasser.
Doch bei diesem Motiv geht die Rechnung nicht auf. Kritiker und Jugendschützer werfen dem Konzern vor, „elektronisches Babysitting“ und Verhaltensabhängigkeiten bei Kindern zu verharmlosen.
In einer Zeit, in der international intensiv über Mindestalter für digitale Medien diskutiert wird, sehen Experten in dem Plakat eine gefährliche Botschaft. Es suggeriere, dass der frühe Konsum digitaler Medien völlig unbedenklich sei.

Behörden prüfen den Fall
Die Kritik blieb nicht ohne Folgen. Die Schutzbehörde AGIA hat den Vorgang offiziell zur Prüfung an verschiedene Stellen weitergeleitet: die Medienaufsicht (AGCOM), die Kartellbehörde (AGCM) sowie den Selbstregulierungsausschuss der Werbewirtschaft (IAP).
Apple hat auf die massive Kritik bereits reagiert und das umstrittene Motiv aus dem öffentlichen Raum zurückgezogen.
Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens zu dem Vorfall steht bisher noch aus.
