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Appwrite 2.0: Open-Source-Backend bringt PostgreSQL 18, S3-Storage und VectorsDB

Appwrite 2.0: Open-Source-Backend bringt PostgreSQL 18, S3-Storage und VectorsDB Aktuelle News

Appwrite 2.0: Open-Source-Backend bringt PostgreSQL 18, S3-Storage und VectorsDB

Die Open-Source-Plattform Appwrite hat mit der Version 2.0 eine umfassende Überarbeitung ihres Backend-as-a-Service-Angebots veröffentlicht. Das Release integriert direkte Schnittstellen für relationale Datenbanksysteme, eine S3-kompatible Schnittstelle für den Objektspeicher sowie Serverkomponenten für OAuth 2.1 und OpenID Connect.

Zusätzlich erweitert das Projekt sein Portfolio um zwei neue Datenbanktypen: DocumentsDB für unstrukturierte JSON-Inhalte und VectorsDB für Vektordaten. Während Cloud-Projekte unterbrechungsfrei weiterlaufen, erfordern bestehende Self-Hosted-Installationen der Version 1.9 ein manuelles Upgrade.

Die Zahl 2.0 mit einem Farbverlauf von Pink zu Weiß auf dunklem Hintergrund.
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Direkter Zugriff auf relationale Datenbanksysteme

Die zentrale Neuerung betrifft die Datenhaltung. Bislang kapselte Appwrite Zugriffe vollständig über eigene APIs. Mit Version 2.0 stehen nun native PostgreSQL- und MySQL-Instanzen bereit, die sich über native Datenbanktreiber, gängige ORMs oder Kommandozeilenwerkzeuge wie psql direkt ansprechen lassen.

Appwrite übernimmt im Cloud-Betrieb die Bereitstellung der Instanzen in kostenpflichtigen Tarifen, ohne sich in den eigentlichen Datenverkehr einzuklinken. Standardmäßig kommt PostgreSQL 18 zum Einsatz, alternativ steht PostgreSQL 17 zur Verfügung. Bei MySQL können Entwickler zwischen den Versionen 8.4 und 8.0 wählen.

Für selbst gehostete Neuinstallationen dient PostgreSQL ab sofort als Standard-Backend. Die Unterstützung für MariaDB und MongoDB bleibt parallel erhalten.

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Schemafreie Dokumente und Vektor-Indizes

Mit DocumentsDB führt die Plattform einen Dienst für schemafreie JSON-Dokumente ein. Innerhalb einer Collection können Datensätze unterschiedliche Strukturen aufweisen, wodurch Schema-Migrationen bei Datenänderungen entfallen. Filter, Sortierungen und Berechtigungen bleiben über die Appwrite-SDKs konfigurierbar.

VectorsDB adressiert Anwendungsfälle im Bereich künstlicher Intelligenz und Retrieval-Augmented Generation (RAG). Die Datenbank nutzt HNSW-Indizes zur Ähnlichkeitssuche und unterstützt Distanzmaße wie Kosinusähnlichkeit, Skalarprodukt und euklidische Distanz. Eine integrierte Embeddings-API wandelt Texte direkt ohne externe Hilfsdienste in Vektoren um.

S3-Kompatibilität und Identitätsmanagement

Der Dateispeicher Appwrite Storage implementiert mit Version 2.0 eine S3-kompatible Schnittstelle inklusive AWS Signature Version 4. Werkzeuge wie die AWS CLI oder rclone können bestehende Buckets und Dateien direkt ansprechen. Alle über S3 ausgeführten Aktionen synchronisieren sich nahtlos mit der nativen Storage-API.

Als Identitätszentrale stellt Appwrite einen integrierten OAuth-2.1- und OpenID-Connect-Server bereit. Projekte können damit als Identity Provider für Drittanwendungen fungieren. Das System unterstützt PKCE, Token-Introspection, Token-Widerruf, JWTs sowie Device Authorization Grants.

Überarbeitete Console IV auf TanStack-Basis

Die browserbasierte Verwaltungsoberfläche Console IV basiert neu auf TanStack. Sie vereint Dokumentation, Changelog und Administrationswerkzeuge an einem Ort. Integriert sind ein vorkonfiguriertes Web-Terminal für die Appwrite-CLI sowie ein Explorer, der OpenAPI-Spezifikationen einliest und API-Tests direkt in der Oberfläche ermöglicht.

Selbst gehostete Systeme aus der 1.9-Reihe behalten bei einem Upgrade ihre bestehenden Datenbank-Backends bei. Der Anbieter empfiehlt vor der Durchführung versionsgesteuerter Migrationen das Anlegen vollständiger Backups.