Archäologen finden mysteriöse 3-Meter-Grube mit Skelett in Schottland
Aktuelle News
Archäologische Ausgrabung einer antiken Steinstruktur.
Nahe der schottischen Stadt Dornoch, rund 320 Kilometer nördlich von Edinburgh, stießen Forscher des Unternehmens Highland Archaeology Services auf einen außergewöhnlichen Befund. Unter einem auffälligen Steinring legten die Ausgräber eine rund drei Meter lange und knapp einen Meter tiefe Grube frei.
Die ovale Anlage war vollständig mit Steinen ausgekleidet. Eine steile Steintreppe führte ursprünglich direkt in das Innere der Konstruktion.
Grabbeigaben und menschliche Überreste
Im Inneren der Grube entdeckte das Team neben Tierknochen und verbrannten Holzresten das Skelett eines erwachsenen Menschen. Vorläufigen Untersuchungen zufolge handelt es sich dabei um eine Frau.
Zusätzlich bargen die Archäologen die Fragmente einer Specksteinschale sowie das Bruchstück eines Schieferarmreifs. Diese Artefakte erlauben eine erste Datierung der Anlage in die Eisenzeit.
Spuren eines Schließungsrituals
Die Position der Gebeine liefert Hinweise auf den Ablauf der damaligen Ereignisse. Das Skelett lag teilweise auf Ablagerungen, die bereits während der Zuschüttung in die Grube gelangt waren.

Die Forscher vermuten daher, dass die Bestattung Teil eines Schließungsrituals war, bei dem die Anlage bewusst aufgegeben wurde. Ähnliche rituelle Stilllegungen sind bereits von anderen schottischen Fundorten wie der High Pasture Cave auf der Isle of Skye bekannt.
Rätsel um die ursprüngliche Funktion
Der ursprüngliche Zweck des Bauwerks ist bislang ungeklärt. Bislang befragte Experten konnten keine eindeutigen Parallelen zu bekannten Bauwerken ziehen.
Lachlan McKeggie, Co-Direktor von Highland Archaeology Services, betonte gegenüber lokalen Medien, dass ein vergleichbarer Fund bisher nicht dokumentiert wurde. Nach Abschluss der anthropologischen Detailanalysen sollen die Fundstücke an ein regionales Museum übergeben werden.
