Zum Inhalt springen
On Air Festival

Aus bis Ende 2029: Volkswagen plant das Ende der Traditionsmarke Seat

Seat und Cupra Fahrzeugmodelle Aktuelle News

Der VW-Konzern will die spanische Traditionsmarke Seat bis Ende 2029 komplett einstellen.

Der Volkswagen-Konzern plant das Ende der spanischen Traditionsmarke Seat. Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ hat der VW-Vorstand beschlossen, die Marke spätestens Ende 2029 vom Markt zu nehmen.

In den strategischen Planungen für das Jahr 2030 spielt Seat keine Rolle mehr. Der VW-Aufsichtsrat soll am Freitag über den Beschluss abstimmen.

Cupra läuft Seat bei den Verkaufszahlen den Rang ab

Konzernintern begründet das Management den Schritt mit einer Bündelung der Ressourcen. Die strategische Weiterentwicklung der Markengruppe soll künftig vollständig auf die sportliche Tochter Cupra ausgerichtet werden.

Cupra hat Seat bei den Absatzzahlen längst hinter sich gelassen: Im ersten Halbjahr 2026 lieferte die Marke 170.100 Fahrzeuge aus, während Seat nur noch auf 129.600 Einheiten kam.


Die spanische Automarke Seat wird im VW-Konzern schrittweise durch Cupra ersetzt.

Experten sehen vertane Chance im Billigsegment

Branchenexperte Frank Schwope von der FHM Berlin bewertet das Ende von Seat als folgerichtig, sieht darin jedoch eine verpasste Möglichkeit. Cupra sei zwar die Zukunft, VW hätte Seat jedoch als günstige Einstiegsmarke und direkten Dacia-Rivalen positionieren können.

Aus bis Ende 2029: Volkswagen plant das Ende der Traditionsmarke Seat

Ein Sprecher von Volkswagen lehnte eine Stellungnahme zu den internen Papieren ab und verwies auf die anstehenden Beratungen der zuständigen Gremien.

Großer Sparkurs bedroht auch deutsche Werke

Das Marken-Aus von Seat ist Teil eines umfassenden Sparprogramms von VW-Chef Oliver Blume. Der Konzern steht wegen der schwächelnden Nachfrage auf dem chinesischen Markt, zunehmender Konkurrenz durch chinesische Autobauer und drohender US-Zölle unter erheblichem Spardruck.

Neben dem weltweiten Abbau von mehreren zehntausend Stellen berät der Aufsichtsrat am Freitag auch über die Zukunft von vier deutschen Standorten:

  • Zwickau
  • Emden
  • Hannover
  • Audi-Standort Neckarsulm

Arbeitnehmervertreter und die niedersächsische Landesregierung haben bereits harten Widerstand gegen Werksschließungen und personelle Einschnitte angekündigt.