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Aus für 1,3 Millionen Festnetz-Anschlüsse: Telekom bringt neue LTE-Box für 99,99 Euro

Telekom Telefon-Box Call Connect via Funk für analoge Festnetztelefone Aktuelle News

Die Telekom ersetzt klassische Anschlüsse ohne Internet durch eine Mobilfunk-Lösung.

Die Deutsche Telekom mustert ihre bisherige Übergangstechnik für reine Telefonanschlüsse aus. Rund 1,3 Millionen Kunden in Deutschland, die ihr Festnetztelefon bislang ohne Internetvertrag oder Router nutzen, müssen in den kommenden Monaten auf modernere Technologien umsteigen.

Je nach Standort leitet der Konzern die Gespräche künftig über Glasfaser, DSL oder das Mobilfunknetz um. Für Haushalte, die weiterhin keinen Internetanschluss wünschen, führt das Unternehmen die neue Box „Call Connect via Funk“ ein.

Wie die neue Telefon-Box über das LTE-Netz funktioniert

Telefon-Box „Call Connect via Funk“
Die Telefon-Box Call Connect via Funk der Telekom.

Das kompakte Gerät verbindet herkömmliche Telefone direkt mit dem 4G/LTE-Mobilfunknetz. Die bisherige Festnetzrufnummer bleibt dabei vollständig erhalten.

Kunden stecken ihr gewohntes Analogtelefon in den TAE-Steckplatz der Box und verbinden das Gerät mit dem Stromnetz. Eine separate SIM-Karte ist nicht erforderlich, da die Konfiguration innerhalb von 5 bis 15 Minuten vollautomatisch abläuft.

Wichtig ist jedoch das Wahlverfahren: Die Box verarbeitet ausschließlich das moderne Tonwahlverfahren. Alte Telefone mit Wählscheibe und Impulswahlverfahren lassen sich an dem neuen Anschluss nicht mehr betreiben.

Kosten und Tarife für den Funk-Anschluss

Telekom-Anschlussumstellung: Alte Miet-Telefone kündigen
Klassisches Festnetztelefon an einer TAE-Dose.

Der Hardware-Wechsel ist mit zusätzlichen Ausgaben verbunden. Die Telekom verlangt für die Box einen Kaufpreis von 99,99 Euro oder eine monatliche Mietgebühr von 3,95 Euro.

Dazu kommen die monatlichen Tarifkosten:

Aus für 1,3 Millionen Festnetz-Anschlüsse: Telekom bringt neue LTE-Box für 99,99 Euro
  • Call Basic via Funk: 22,95 Euro pro Monat inklusive 120 Freiminuten.
  • Call Comfort via Funk: 32,45 Euro pro Monat inklusive Festnetz-Flatrate innerhalb Deutschlands.

Neben dem Haupttelefonanschluss besitzt das Gerät zwei zusätzliche TAE-Buchsen für Peripheriegeräte wie Hausnotrufsysteme oder Alarmanlagen. Ob diese Notrufsysteme über die Mobilfunkanbindung reibungslos funktionieren, muss vorab mit dem jeweiligen Sicherheitsanbieter abgeklärt werden.

Schritt-für-Schritt-Installation der Hardware

Die Inbetriebnahme lässt sich in wenigen Schritten durchführen:

  • Optimalen Platz finden: Positionieren Sie die Box erhöht und nahe an einer Außenwand mit guter 4G-Netzabdeckung. Vermeiden Sie Störquellen wie Fernseher oder massive Stahlbetonwände.
  • Telefon einstecken: Schließen Sie den Stecker Ihres Telefons an die mittlere Buchse (TAE-F) an.
  • Stromversorgung herstellen: Stecken Sie das Netzteil in die Steckdose, woraufhin die automatische Einrichtung startet.
  • Status kontrollieren: Sobald die LED-Anzeige dauerhaft grün leuchtet, ist der Anschluss betriebsbereit und das Freizeichen beim Abheben hörbar.

Technische Hintergründe der Umstellung

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Glasfaserausbau und Netzinfrastruktur in Deutschland.

Das Kernnetz der Telekom arbeitet schon seit geraumer Zeit vollständig auf Basis moderner IP-Protokolle. Für Kunden ohne Internetrouter hielt das Unternehmen bislang eine spezielle Plattform aufrecht, die das analoge Signal emulierte.

Diese alte Brückentechnik wird nun endgültig stillgelegt. Die Abschaltung betrifft ausschließlich reine Telefonverträge, bestehende DSL- und Internetanschlüsse laufen unverändert weiter.

Betroffene Kunden müssen nicht zwingend das Funk-Angebot der Telekom wählen. Als Alternativen stehen ein regulärer Umstieg auf DSL oder Glasfaser sowie preisgünstige Tischtelefone mit herkömmlichen Mobilfunk-SIM-Karten bereit.