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Bargeldlos bezahlen mit Lichteffekt: Erste Bank startet leuchtende Debitkarte

Nahaufnahme einer leuchtenden Bankkarte beim Bezahlvorgang an einem Terminal. Aktuelle News

Die neue spark7-Debitkarte leuchtet bei Kontakt mit dem Terminal auf.

Innovation am Point of Sale

Erste Bank und Sparkassen bringen frischen Wind in die Welt des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. In Österreich wurde eine neue Debitkarte eingeführt, die bei jedem Kontakt mit dem Terminal aufleuchtet. Das Besondere daran: Die integrierte LED benötigt keine interne Stromquelle.

Das Gehäuse der Karte kommt komplett ohne Akkus oder herkömmliche Batterien aus. Das Design ist Teil einer aktuellen Kampagne für das Jugendkonto der Bankengruppe.

Physik statt Batterie: So funktioniert „Energy Harvesting“

Die Karte nutzt ein wissenschaftliches Prinzip namens „Energy Harvesting“. Dabei macht sich das System das elektromagnetische Feld des Kartenlesegeräts zunutze, wenn die Karte in dessen Nähe kommt.

Eine in der Karte verbaute, flache Antenne fängt die Schwingungen des Terminals auf der Frequenz von 13,56 Megahertz ein. Diese Energie genügt, um sowohl den Sicherheitschip als auch das Leuchtmittel kurzzeitig zu aktivieren.

Limitierte Verfügbarkeit für Jugendliche

Die spark7-LED-Debitkarte ist als limitierte Sonderedition konzipiert. Kunden können sich diese Version nur bis zum 15. November 2026 sichern.

Bargeldlos bezahlen mit Lichteffekt: Erste Bank startet leuchtende Debitkarte

Ähnliche Konzepte sind bereits im Umlauf. Der Finanzdienstleister Revolut bietet seit Mai ebenfalls eine Debitkarte mit LED-Elementen an, die über das Funkfeld des Terminals aktiviert werden. Im Gegensatz zum Jugendangebot von Spark7 ist die Revolut-Karte jedoch primär an Krypto-Konten gekoppelt und kostenpflichtig.

Trendwende im Zahlungsverkehr

Die Akzeptanz von bargeldlosen Zahlungen wächst stetig. Daten der Deutschen Bundesbank belegen für das Jahr 2025 einen deutlichen Aufwärtstrend: Verbraucher tätigten rund 14,5 Milliarden Kartenzahlungen bei Anbietern in Deutschland – ein Anstieg um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese Transaktionen machen inzwischen fast 43 Prozent aller bargeldlosen Zahlungen aus. Parallel dazu hat der Handel massiv aufgerüstet: Die Anzahl der verfügbaren Kartenlesegeräte stieg ebenfalls um elf Prozent auf rund 1,3 Millionen Einheiten.