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Bereits 92 Fälle 2026: Alarmierender Anstieg bei Verschleppungen ins Ausland

Bereits 92 Fälle 2026: Alarmierender Anstieg bei Verschleppungen ins Ausland Aktuelle News

Bereits 92 Fälle 2026: Alarmierender Anstieg bei Verschleppungen ins Ausland

Die Zahl der gemeldeten Verschleppungen ins Ausland verzeichnet einen deutlichen Sprung nach oben. Während in den beiden Vorjahren 2024 und 2025 zusammen 160 Fälle registriert wurden, liegt die Zahl im ersten Halbjahr 2026 bereits bei 92 Meldungen.

Diese Zahlen gab das Nationale Kompetenzzentrum gegen Verschleppung und Familiengewalt beim Verein PeriFeri bekannt. Zentrumsleiterin Meltem Weiland stuft die Entwicklung als besorgniserregend ein.

Täuschung unter dem Vorwand von Urlaubsreisen

Besonders häufig sind Minderjährige betroffen. Eltern bringen sowohl Jungen als auch Mädchen unter dem Vorwand einer Ferienreise in ihre Herkunftsländer, um sie dort als Disziplinierungsmaßnahme zurückzulassen.

„Die Eltern lassen sich hier gar nichts anmerken“, erklärte Weiland. In vielen Fällen droht den Jugendlichen im Zielland zudem eine Zwangsheirat.

Frauen nach Trennungen ausgesetzt

Auch erwachsene Frauen geraten nach einem ähnlichen Muster in diese Notlage. Ehemänner locken ihre Partnerinnen ins Ausland und lassen sie dort bewusst zurück.

Häufig geschieht dies als Vergeltung für angebliche eheliche Probleme oder nachdem die Frauen die Scheidung eingereicht haben. In der Mehrheit der Fälle werden sie bei den eigenen Eltern im Ausland abgesetzt.

Routen führen nach Osteuropa, Asien und in den Nahen Osten

Das Phänomen beschränkt sich nicht auf einzelne Weltregionen. Nach Angaben der Experten gibt es Verschleppungen weltweit.

Zu den derzeit häufigsten Zielländern zählen:

  • Russland und Syrien
  • Irak, Pakistan und Bangladesch
  • Staaten auf dem Balkan
  • Länder innerhalb der Europäischen Union