Betrug an der Haustür: LKA warnt vor 4 perfiden Maschen und falscher 110 am Telefon
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Ältere Menschen geraten an der eigenen Wohnungstür besonders häufig ins Visier von Dieben.
Kriminelle nutzen immer wieder gezielte Täuschungen, um sich Zutritt zu fremden Wohnungen zu verschaffen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor verschiedenen Methoden, mit denen Täter versuchen, Bargeld und Schmuck von Bewohnern zu erbeuten.
Vier bekannte Tricks an der Wohnungstür
Die Täter täuschen meist eine Notlage oder eine offizielle Funktion vor, um die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer auszunutzen. Folgende Vorgehensweisen treten besonders häufig auf:
- Der Glas-Wasser-Trick: Unbekannte bitten um ein Glas Wasser und geben vor, dass ihnen schlecht sei, sie schwanger seien oder dringend Medikamente einnehmen müssten. Während das Opfer in die Küche geht, betreten Komplizen unbemerkt die Wohnung.
- Der Zettel-und-Stift-Trick: Die Betrüger wollen angeblich eine Nachricht für nicht anwesende Nachbarn hinterlassen und bitten darum, in der Wohnung eine feste Schreibunterlage nutzen zu dürfen.
- Die angebliche Paket- oder Geschenkabgabe: Unter dem Vorwand, Blumen oder Präsente für Nachbarn abzugeben, drängen Täter in den Hausflur oder verlangen eine Gebühr.
- Falsche Amtspersonen und Handwerker: Kriminelle geben sich als Polizisten, Stadtwerke-Mitarbeiter oder Handwerker aus, um ungehindert Räume nach Wertsachen zu durchsuchen.
Ältere Frau mit Flasche und Tuch steht im Flur vor einer Haustür, hinter deren Milchglasscheibe eine unbekannte Person zu erkennen ist.
Gezielte Schutzmaßnahmen im Alltag
Lassen Sie grundsätzlich keine fremden Personen in die Wohnung. Öffnen Sie die Eingangstür nur bei vorgelegter Türsperre oder nutzen Sie konsequent Gegensprechanlage und Türspion.
Handwerker sollten Sie nur dann hereinlassen, wenn Sie diese selbst beauftragt haben oder die Hausverwaltung die Arbeiten vorab schriftlich angekündigt hat. Zeigen Sie Fremden unter keinen Umständen, wo Sie Bargeld oder Schmuck aufbewahren.

Telefonbetrug mit manipulierter Notrufnummer
Betrüger verlagern ihre Masche zunehmend auf das Telefon. Dabei behaupten angebliche Ermittler, die Betroffenen stünden im Visier einer Einbrecherbande und die Polizei wolle Wertgegenstände in Verwahrung nehmen.
Durch sogenanntes Call-ID-Spoofing erscheint auf dem Display tatsächlich die Nummer 110. Die Polizei Sachsen betont, dass Dienststellen niemals unter der Notrufnummer anrufen und niemals Geld oder Schmuck abholen. Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort und wählen Sie selbst die 110.

