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Bierabsatz bricht um 6 Prozent ein: Warum kleine Brauereien in Bayern trotzdem wachsen

Bierabsatz bricht um 6 Prozent ein: Warum kleine Brauereien in Bayern trotzdem wachsen Aktuelle News

Bierabsatz bricht um 6 Prozent ein: Warum kleine Brauereien in Bayern trotzdem wachsen

Stärkster Absatzrückgang seit über 30 Jahren

Der deutsche Biermarkt steht unter spürbarem Druck. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der Absatz von Brauereien und Bierlagern im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent.

Dies markiert den stärksten Rückgang des Bierabsatzes seit 1993. Alkoholfreie Biersorten sind in dieser Statistik allerdings nicht erfasst.

Parallel zum schrumpfenden Absatz geht auch die Gesamtzahl der Betriebe zurück. Deutschlandweit sank die Zahl der Braustätten im Jahr 2025 auf 1.415 Anlagen – ein Minus von 53 Betrieben gegenüber 2024.

Bayern führt die Statistik mit 588 Braustätten weiterhin an, verzeichnete jedoch einen deutlichen Verlust: Im Vorjahr waren es noch 648 Betriebe im Freistaat gewesen. Über die Hälfte aller deutschen Brauereien zählt zu den Kleinbetrieben mit einem Jahresausstoß von maximal 100.000 Litern.


Volksfestbetrieb mit traditionellem Bierausschank.

Gegentrend: Bio- und Craftbier-Szene expandiert

Trotz der rückläufigen Gesamtbilanz verzeichnen regionale Spezialitätenbrauereien, Bio-Betriebe und Craftbeer-Hersteller Zuwächse. In München entstanden in den vergangenen Jahren mehrere neue Akteure wie „Haderner Bräu“, das „Germeringer Brauhaus“ oder die „Munich Brew Mafia“.

Stefan Stang vom Verband Privater Brauereien sieht eine wachsende Nachfrage nach regionaler Herkunft und traditionellem Handwerk, die sich gegen das breite Industrieangebot durchsetzt.

Regionale Expansion nach Augsburg

Ein Beispiel für dieses Wachstum ist die Münchner Brauerei „Giesinger Bräu“. Um die Kriterien für das offizielle Siegel „Münchner Bier“ zu erfüllen und einen Ausschank auf dem Oktoberfest anzustreben, investierte der Betrieb von Gründer Steffen Marx in einen eigenen Tiefbrunnen.

Auch über München hinaus wächst der Markt. In Augsburg etablierte sich neben lokalen Akteuren wie der Brauerei „Rotes Pony“ in Oberhausen auch der Giesinger Bräu mit einem eigenen Stehausschank in der Maximilianstraße.