Biologische Schädlingsbekämpfung: 234.600 Chukarhühner gegen Zeckenplage ausgewildert
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Chukarhühner werden in speziellen Zuchtstationen für die natürliche Zeckenbekämpfung aufgezogen.
Zur natürlichen Regulierung von Zecken und landwirtschaftlichen Schädlingen setzt die türkische Naturschutzbehörde auf eine gezielte biologische Maßnahme. In der osttürkischen Provinz Malatya wurden seit 2012 insgesamt 234.600 Chukarhühner herangezogen und in freier Natur ausgesetzt.
Aufzucht von Chukarhühnern für die biologische Schädlingsbekämpfung.
Die Zuchtstation auf dem Campus der İnönü-Universität erstreckt sich über eine Fläche von 3,6 Hektar. Die Einrichtung der 15. Regionaldirektion für Naturschutz und Nationalparks verfügt über eine jährliche Kapazität von 10.000 Vögeln.
Blick in die Zuchtanlage der İnönü-Universität in Malatya.
Biologischer Mechanismus: Ernährungsweise junger Vögel
Der Nutzen der Tiere bei der Schädlingsbekämpfung beruht auf ihrer Ernährungsbiologie. Vor allem Jungvögel in den ersten drei Lebensmonaten benötigen große Mengen tierischen Proteins für ihr Wachstum.
Chukarhühner in den Gehegen vor der Auswilderung.
Jungvögel während der Aufzuchtphase in der Zuchtstation.
Proteinbedarf steuert Insektenverzehr
In dieser Entwicklungsphase fressen die Tiere vorrangig Zecken, Ameisen, Insektenlarven, Spinnen und Heuschrecken. Durch diese Nahrungsgewohnheiten halten sie Schädlingspopulationen in den Zielregionen ohne chemische Hilfsmittel auf einem niedrigen Niveau.
Chukarhühner fressen in den ersten Lebensmonaten bevorzugt Insekten und Zecken.
Gehege mit herangewachsenen Chukarhühnern.
„Krankheitsübertragende Zecken und landwirtschaftliche Schädlinge werden so auf natürliche Weise dezimiert“, erklärt Selçuk Öcal, Leiter der 15. Regionaldirektion für Naturschutz und Nationalparks in Malatya.
Zuchttiere in den Außenbereichen der Anlage.
Auswilderung in acht Provinzen
Im laufenden Jahr wurden in der Station 6.000 Chukarhühner gezüchtet. Während 300 Vögel direkt in der Provinz Malatya verblieben, wurden die übrigen Tiere in weitere Regionen transportiert.

Die Tiere werden für den Transport in verschiedene Provinzen vorbereitet.
Zu den Einsatzgebieten zählen neben Malatya auch die Provinzen Kayseri, Ağrı, Iğdır, Denizli, Diyarbakır, Tunceli und Elazığ.
Freilassung der Chukarhühner in natürlichen Lebensräumen.
Parasitenschutz und Pestizidreduktion
Vor der Freilassung in die Natur durchlaufen alle Tiere eine antiparasitäre Behandlung. Diese Maßnahme verhindert, dass die Vögel selbst von Läusen, Zecken oder anderen Parasiten befallen werden.
Gesundheitskontrolle und Behandlung vor der Auswilderung.
Durch die Dezimierung von Agrarschädlingen trägt die Maßnahme indirekt dazu bei, den Einsatz von chemischen Insektiziden in der Landwirtschaft zu senken.
Das Programm zur Ansiedlung von Federwild wird im Rahmen des staatlichen Artenschutzprogramms fortgeführt, um sowohl das ökologische Gleichgewicht als auch die Wildtierpopulationen zu stabilisieren.










