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Bis 2035: Frankreich baut nach FCAS-Aus neuen Kampfjet Rafale F-5 im Alleingang

Französischer Kampfjet Dassault Rafale im Flug Aktuelle News

Frankreich setzt künftig auf die Weiterentwicklung der Dassault Rafale.

Frankreich treibt den Bau eines neuen Kampfflugzeugs im Alleingang voran. Zwischen 2033 und 2035 soll mit der „Rafale F-5“ eine tiefgreifende Weiterentwicklung des bewährten Kampfjets einsatzbereit sein.

Das kündigte Eric Trappier, Chef des französischen Rüstungsherstellers Dassault Aviation, im Gespräch mit dem Sender BFM Business an. Zuvor war das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt FCAS nach jahrelangen Verhandlungen gescheitert.

Der Zeitplan für den „Super-Rafale“

Dassault Aviation entwickelt das neue Modell derzeit ohne internationale Partner. Potenzielle Interessenten wie die Vereinigten Arabischen Emirate hatten eine finanzielle und industrielle Beteiligung zuvor abgelehnt.

Spätestens 2035 soll die F-5-Variante sowohl den französischen Streitkräften als auch internationalen Exportkunden zur Verfügung stehen. Die Rafale bildet seit Anfang der 2000er-Jahre das Rückgrat der französischen Luftwaffe, dient den nationalen Atomstreitkräften und operiert vom Flugzeugträger Charles-de-Gaulle.

Technische Neuerungen für moderne Einsatzszenarien

Die F-5-Generation ist als Antwort auf veränderte Anforderungen moderner Kriegsschauplätze konzipiert. Das Flugzeug soll als Schaltzentrale in vernetzten Gefechten agieren.

Bis 2035: Frankreich baut nach FCAS-Aus neuen Kampfjet Rafale F-5 im Alleingang
  • Führung und gemeinsamer Einsatz mit unbemannten Tarnkappen-Drohnen
  • Echtzeit-Verarbeitung und Weiterleitung von Gefechtsfelddaten
  • Erweiterte Systeme für Aufklärung und elektronische Kampfführung
  • Integration neuer Hyperschall-Lenkwaffen mit atomaren Sprengköpfen

Hyperschall-Bewaffnung und Drohnensteuerung

Kernstück des Konzepts ist das koordinierte Zusammenspiel mit autonomen Drohnensystemen. Zudem wird der Jet für den Transport neuartiger Hyperschallwaffen vorbereitet, um die nukleare Abschreckung Frankreichs abzusichern.

Verhärtete Fronten nach dem Ende von FCAS

Seit 2018 hatten Deutschland und Frankreich im Rahmen des „Future Combat Air System“ an einem Kampfjet der sechsten Generation gearbeitet. Im Juni 2026 beendeten beide Staaten die Kooperation offiziell, nachdem fundamentale Differenzen nicht beigelegt werden konnten.

Frankreichs Verteidigungsministerin Catherine Vautrin betonte die industrielle Eigenständigkeit des Landes: Die heimische Rüstungsindustrie sei die einzige in Europa, die ein Kampfflugzeug vollständig allein entwickeln und fertigen könne.

Während Paris auf die Weiterentwicklung der Rafale setzt, sondiert die Bundeswehr andere Wege. Diskutiert werden unter anderem eine Kooperation mit dem schwedischen Hersteller Saab oder ein Beitritt zum GCAP-Programm von Großbritannien, Italien und Japan.