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Bis zu 15.000 Kubikmeter Fels instabil: Drohender Felssturz am Säntis alarmiert Behörden

Appenzell Säntis Wanderung Aktuelle News

Blick auf das Säntismassiv im Schweizer Alpstein.

Ein Routineflug der Schweizerischen Rettungsflugwacht REGA hat im Alpsteinmassiv eine potenzielle Naturgefahr aufgedeckt. Ein Pilot bemerkte in einer Steilwand unterhalb des Girenspitzes eine auffällige Gesteinsformation, die sich deutlich vom umliegenden Fels abhob und instabil wirkte.

Appenzell Säntis Wanderung
Appenzell Säntis Wanderung

Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden leiteten daraufhin umgehend eine geologische Untersuchung ein. Das Ergebnis der Experten bestätigt die Gefahr: In der Steilwand oberhalb der Schwägalp drohen zwischen 10.000 und 15.000 Kubikmeter Gestein abzubrechen.

Geologen warnen vor Reichweite der Sturzmasse

Sollte das Gesteinspaket in Bewegung geraten, könnten die herabstürzenden Felsmassen bis in den Bereich der Schwägalp vordringen. Diese liegt auf rund 1.350 Metern Höhe und dient als zentraler Ausgangspunkt für Ausflüge auf den 2.502 Meter hohen Säntis.

Die potenzielle Sturzbahn endet nach geologischen Berechnungen knapp einen Kilometer vor dem dortigen Hotel und Restaurant.

Sperrungen und Sicherheitsmaßnahmen auf der Schwägalp

Um Gefahren für Personen abzuwenden, erließ der Kanton Appenzell Ausserrhoden gezielte Absperrungen. Der Betrieb einer Kiesgrube oberhalb von Siebenhütten wurde mit sofortiger Wirkung gestoppt.

  • Flurstraße: Der Weg unterhalb der Abbruchkante ist für Fußgänger komplett gesperrt. Autos und Fahrräder dürfen den Abschnitt weiterhin passieren, da deren Verweildauer in der Gefahrenzone deutlich geringer ist.
  • Wanderwege: Die offizielle Wanderroute zwischen Schwägalp und Siebenhütten verläuft außerhalb des Gefahrenbereichs und bleibt geöffnet.
  • Infrastruktur: Das Hotel-Restaurant sowie die großen Parkplätze auf der Schwägalp befinden sich außerhalb der Gefahrenzone und sind nicht von Sperrungen betroffen.

Weitere Messungen am Girenspitz angekündigt

Die Gemeinde Hundwil und die kantonalen Behörden fordern Bergsportler auf, markierte Wege keinesfalls zu verlassen und abgesperrte Bereiche strikt zu meiden. Ein Geologiebüro wird in den kommenden Wochen detaillierte Messungen durchführen, um über mögliche dauerhafte Schutzbauten zu entscheiden.

Der Gipfel des Säntis ist derzeit ausschließlich zu Fuß erreichbar. Die Säntis-Schwebebahn ist wegen umfassender Erneuerungsarbeiten bis auf Weiteres außer Betrieb.