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Bis zu 2 Meter lang: Wie gefährlich Wels und Hecht im Badesee wirklich sind

Fische im Badesee Aktuelle News

In heimischen Badeseen leben verschiedene Fischarten meist unbemerkt von Schwimmern.

Der Wels gilt mit einer Körperlänge von 1,5 bis zu 2 Metern als der größte reine Süßwasserfisch in Deutschland. Seine imposante Statur sorgt an Badegewässern immer wieder für Verunsicherung.

Wels im Badesee: Wie groß ist das Risiko?

Begegnungen zwischen Menschen und Welsen sind im Wasser extrem selten. Die Tiere meiden den direkten Kontakt und halten sich bevorzugt am Grund auf.

Ein aggressives Verhalten ist laut Fischerei-Professor Robert Arlinghaus von der Berliner Humboldt-Universität nur in Ausnahmefällen möglich. Gefahrenmomente entstehen praktisch nur, wenn Badegäste im Hochsommer den Nestern der Männchen zu nahe kommen.

Da diese Nester in dunklen, geschützten Uferbereichen liegen, geraten Schwimmer kaum dorthin. Sollte sich dennoch jemand in die direkte Nähe verirren, droht im äußersten Fall ein Schnappen nach den Beinen.

Hecht: Raubfisch mit scharfen Zähnen

Neben dem Wels besitzt auch der Hecht ein furchteinflößendes Gebiss. Die Raubfische lauern meist gut getarnt zwischen Wasserpflanzen und im Schilf auf Beute.

Für Badegäste besteht dennoch keine akute Bedrohung. Nach Angaben des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei ziehen größere Exemplare in großen Seen als Freiwasser-Hechte offenen Bereichen hinterher und greifen Menschen grundsätzlich nicht an.

Bis zu 2 Meter lang: Wie gefährlich Wels und Hecht im Badesee wirklich sind

Typische Arten und weitere Großfische

Begegnungen in Ufernähe

Deutlich häufiger treffen Schwimmer auf kleinere Fischarten im Flachwasser. Flussbarsche fallen durch ihre markanten dunklen Streifen und rötlichen Flossen auf.

Auch Plötzen und Rotfedern kommen regelmäßig in Ufernähe vor und schwimmen gelegentlich neugierig an die Beine von Badegästen heran.

Stör, Dorsch und gefährdeter Aal

Abseits von Badeseen existieren in Deutschland noch größere Arten. Der bis zu drei Meter lange Stör lebt vorrangig im Meer und wandert ausschließlich zum Laichen in die Flusssysteme.

Der Dorsch erreicht Längen von bis zu zwei Metern in Nord- und Ostsee, leidet jedoch stark unter dem Klimawandel und intensiver Fischerei. Der Europäische Aal, der rund 1,50 Meter lang werden kann, wurde zum Fisch des Jahres 2025 ernannt. Die Bestände junger Glasaale brachen seit den 1970er-Jahren dramatisch ein und erreichten in der Nordsee zeitweise nur noch rund ein Prozent des historischen Niveaus.