Bis zu 24 Mikrosievert: Ukraine meldet Uran in sechs russischen Geran-2-Drohnen
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Ausgestellte Wrackteile abgeschossener Geran-2-Kampfdrohnen in der Ukraine.
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat in sechs weiteren russischen Angriffsdrohnen vom Typ Geran-2 radioaktives Material nachgewiesen. Die unbemannten Flugkörper schlugen zwischen April und Juni in der nördlichen Region Tschernihiw ein.
Bei den Untersuchungen an den Absturzstellen stellten Spezialisten des Katastrophenschutzes und des Geheimdienstes eine Gammastrahlung von bis zu 24 Mikrosievert pro Stunde fest. Dieser Wert übersteigt den üblichen natürlichen Hintergrundwert von 0,3 Mikrosievert pro Stunde um das 80-Fache.
Wiederholte Funde von abgereichertem Uran
Die Messungen an den Trümmern und Sprengköpfen ergaben Strahlungswerte im Bereich von 8,3 bis 24 Mikrosievert pro Stunde. Bereits im Mai war nahe Tschernihiw ein Geran-2-Gefechtskopf mit Schlagelementen aus abgereichertem Uran sichergestellt worden.
Aufgrund der extrem hohen Dichte wird das Schwermetall militärisch genutzt, um die Durchschlagskraft von Projektilen zu verstärken. Forensische Analysen identifizierten in den jüngsten Funden die Isotope Uran-235 und Uran-238.
Modifizierte Bewaffnung mit sowjetischen Raketen
Russland rüstet die Geran-2-Drohnen offenbar gezielt mit älteren sowjetischen R-60-Luft-Luft-Raketen aus. Das nukleare Material befand sich in den Sprengköpfen dieser Flugkörper.

Durch diese Aufrüstung dienen die Drohnen nicht mehr ausschließlich Angriffen auf Bodenziele. Sie können damit auch ukrainische Abfangjäger oder Hubschrauber attackieren, die zur Drohnenabwehr eingesetzt werden.
Ausgestellte über der Ukraine abgeschossene russische Kampfdrohnen iranischer Bauart des Typs Geran 2 liegen nebeneinander auf dem Boden.
Gefahr durch Schwermetalle und Partikel
Die Behörden fordern Zivilisten auf, Trümmerteile keinesfalls zu berühren oder zu transportieren. Die größte Gefährdung geht von beschädigten oder verbrannten Munitionsteilen aus, die toxischen und schwach radioaktiven Staub freisetzen können.
Während eine kurze Exposition bei 24 Mikrosievert pro Stunde keine akuten Strahlenschäden hervorruft, stellt der direkte Kontakt oder das Einatmen der giftigen Schwermetallpartikel ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.

