Bis zu 50.000 Ärzte fehlen bis 2040: Bund beschleunigt Anerkennung ausländischer Abschlüsse
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Deutschland plant bundesweit einheitliche Verfahren für die Zulassung internationaler Mediziner.
Deutschland steuert auf einen massiven Versorgungsengpass im Gesundheitswesen zu. Nach Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung könnten bis zum Jahr 2040 rund 50.000 Mediziner fehlen, insbesondere in ländlichen Regionen.
Das Bundesgesundheitsministerium reagiert darauf mit einer Verordnung, die die Zulassung ausländischer Fachkräfte beschleunigen und bundesweit vereinheitlichen soll.
Neue Vorgaben treten im November in Kraft
Die geplante Verordnung ergänzt ein bereits verabschiedetes Gesetz und soll laut einem Bericht des Magazins „Spiegel“ im November wirksam werden.
Der Bundesrat befasst sich nach aktuellem Zeitplan am 16. Oktober mit dem Regelwerk. Ziel ist es, langwierige bürokratische Prüfprozesse der einzelnen Bundesländer durch standardisierte Leitlinien abzulösen.

Bürokratieabbau für Gesundheitsberufe
Die Neuregelungen betreffen nicht allein Ärzte. Auch für Zahnärzte, Apotheker sowie Hebammen gelten künftig verbindliche bundesweite Vorgaben für die Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse.
Englische Dokumente und digitale Verfahren
Zuständige Behörden müssen künftig relevante Nachweise und Dokumente auch in englischer Sprache akzeptieren, wodurch aufwendige Übersetzungsschritte entfallen.
Gleichzeitig schreibt die Verordnung vor, dass die gesamten Anerkennungsverfahren digital abgewickelt werden müssen.
