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Bis zu 500 Prozent mehr: Köln plant Parkgebühren von 30 Euro pro Tag

Bis zu 500 Prozent mehr: Köln plant Parkgebühren von 30 Euro pro Tag Aktuelle News

Bis zu 500 Prozent mehr: Köln plant Parkgebühren von 30 Euro pro Tag

Trotz eines drohenden Milliardenlochs im städtischen Haushalt liegt die geplante Erhöhung der Kölner Parkgebühren weiterhin auf Eis. Zwar sieht der Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 regelmäßige Anpassungen städtischer Abgaben vor, doch die konkrete Reform für Parkplätze im öffentlichen Raum findet im Stadtrat derzeit keine Mehrheit.

Pläne der Verwaltung: Bis zu 500 Prozent Aufschlag

Die von der Stadtverwaltung ausgearbeitete Beschlussvorlage sieht vor allem für Langzeitparker drastische Preiserhöhungen vor. Auf den 24-Stunden-Parkplätzen soll die Tagesgebühr von bislang 5 Euro auf künftig 30 Euro steigen – ein Plus von 500 Prozent. Das bisherige Wochenticket für 35 Euro würde damit entfallen.

Die Stadtverwaltung begründet die geplanten Tarifsprünge mit verkehrspolitischen Zielen: Der öffentliche Nahverkehr soll attraktiver werden, während gleichzeitig mehr Stellflächen für Anwohner frei bleiben.

Neue Tarife für das Kurzzeitparken

Auch das stundenweise Abstellen von Fahrzeugen soll teurer werden. Die Verwaltung plant folgende Staffelung:

  • Kölner Innenstadt: 50 Cent pro sechs Minuten Parkzeit (Anstieg von 4 auf 5 Euro pro Stunde).
  • Übrige acht Stadtbezirke: 25 Cent pro sechs Minuten Parkzeit (Anstieg von 2 auf 2,50 Euro pro Stunde).

Politischer Stillstand im Kölner Rat

Bereits 2021 hatten Grüne und CDU im Rahmen des „Masterplans Parken“ eine Überarbeitung der Gebührenordnung vereinbart. Die Verwaltung übermittelte die Vorlage am 26. November 2024 an den Mobilitätsausschuss. Seit dem 13. Februar 2025 liegt der Entwurf dem Rat der Stadt Köln zur Beschlussfassung vor.

Zu einer Abstimmung kam es bislang nicht. Die CDU-Fraktion vertagte die Beratungen mehrfach und begründete dies mit weiterem Prüfungsbedarf. Nach dem Ende des Ratsbündnisses aus CDU, Grünen und Volt im Kommunalwahlkampf wurde das Vorhaben nicht mehr auf die Tagesordnung gesetzt.

Die Verzögerung fällt in eine Phase massiver Haushaltsrisiken. Für das Jahr 2029 prognostiziert die Stadt Köln ein Defizit von knapp einer Milliarde Euro. Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) hat einen Sparkurs angekündigt, der jährliche Einsparungen von mindestens 250 Millionen Euro vorsieht.