Bis zu 70 Millionen Euro Erlös und 30-Millionen-Kaufrausch: Die Gewinner und Verlierer der Bundesliga-Transfers
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Ismael Saibari und Nathaniel Brown verstärken den Kader des FC Bayern München.
Das Transferfenster der Bundesliga ist seit dem 1. September geschlossen. Während einige Klubs ihre Personalplanungen frühzeitig abschlossen, versuchten andere Vereine bis zur letzten Minute, personelle Engpässe zu schließen.
Die sportlichen Bilanzen der 18 Erstligisten fallen nach dem Sommer sehr unterschiedlich aus. Fünf Klubs gehen deutlich gestärkt in die Spielzeit, während zwei Vereine mit spürbaren Risiken leben müssen.
Die Gewinner des Bundesliga-Transfersommers
FC Bayern München
Der deutsche Rekordmeister schloss seine wichtigsten Deals frühzeitig ab und vermied Hektik am Deadline Day. Mit Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt und Ismael Saibari von der PSV Eindhoven holten die Münchner zwei Profis, die direkt einschlugen. Beim 5:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart überzeugte Brown in der Startformation, während Saibari zwei Torvorlagen beisteuerte.
Ismael Saibari und Nathaniel Brown als Zugänge beim FC Bayern München.
Zudem hielten die Bayern Leistungsträger wie Michael Olise trotz Gerüchten über das Interesse von Real Madrid. Gleichzeitig trennte sich der Klub konsequent von Spielern ohne tragende Rolle: Joao Palhinha ging zu Benfica, Alexander Nübel zu Besiktas und Daniel Peretz zu Southampton. Leon Goretzka wechselte zu Aston Villa und der Vertrag von Raphael Guerreiro lief aus.
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund richtete den Fokus auf Talente mit hoher Perspektive. Konstantinos Karetsas, Giannis Konstantelias, Joane Gadou, Justin Lerma und Kauã Prates verstärken den Kader auf lange Sicht, während Joey Veerman Routine ins Mittelfeld bringt.
Als sich Neuzugang Konstantelias kurz nach seiner Verpflichtung einen Kreuzbandriss zuzog, reagierte der BVB sofort. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken lieh kurz vor Transferschluss Ethan Nwaneri vom FC Arsenal aus, um die Lücke im offensiven Mittelfeld zu schließen.
Durch die Abgänge von Julian Brandt, Karim Adeyemi und Salih Özcan schaffte Dortmund sportlichen sowie finanziellen Spielraum. Die Schwarz-Gelben senkten das Durchschnittsalter des Kaders und erhöhten nominell die Tiefe.
Hamburger SV
Der Hamburger SV investierte nach dem geglückten Klassenerhalt mehr als 30 Millionen Euro in neues Personal. Die wichtigste Verpflichtung gelang am Deadline Day: Spielmacher Fabio Vieira kehrte nach seiner vorherigen Leihe fest vom FC Arsenal zurück.
Fabio Vieira steht nach seinem Transfer fest beim Hamburger SV unter Vertrag.
Zusätzlich verstärkten die Angreifer Patson Daka und Terem Moffi die Hamburger Offensive, während Albert Gronbaek fest für das Mittelfeld gebunden wurde. Für die Abwehr kamen Sebastiaan Bornauw, Zakaria El Ouahdi und David Møller Wolfe, während Louis Lemke aus dem eigenen Nachwuchs aufrückte.
Der Verlust von Innenverteidiger Luka Vuskovic schmerzt die Hamburger zwar spürbar, dennoch steht für die zweite Bundesliga-Saison ein deutlich breiter aufgestelltes Team zur Verfügung.

1. FC Köln
Der 1. FC Köln setzte ein wichtiges Zeichen, indem Shootingstar Said El Mala seinen Vertrag langfristig bis 2031 verlängerte. Die Kölner hielten damit eine ihrer gefragtesten Offensivkräfte im Verein.
Borna Sosa wechselte auf Leihbasis zum 1. FC Köln.
Kurz vor Transferschluss sicherte sich der FC die Dienste von Linksverteidiger Borna Sosa per Leihe von Crystal Palace. Für zusätzliche Impulse in der Offensive sorgen Leihgabe Mikey Moore von Tottenham sowie Stürmer Thijs Dallinga vom FC Bologna. Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey ergänzen den Kader perspektivisch.
SC Freiburg
Der SC Freiburg generierte mit dem Transfer von Johan Manzambi zu Aston Villa eine Rekordsumme, die inklusive Bonuszahlungen bis zu 70 Millionen Euro betragen kann. Damit untermauerten die Breisgauer ihre Verhandlungsstärke auf dem Markt.
Johan Manzambi wechselte im Sommer vom SC Freiburg zu Aston Villa.
Den Einnahmen stehen gezielte Zugänge gegenüber: Yannik Engelhardt kehrte zurück und übernimmt die Zentrale, unterstützt von Rihito Yamamoto. Als neuer Torhüter kam Mio Backhaus aus Bremen. Der monatelange Wechselpoker um Noah Atubolu endete mit einer Leihe inklusive bedingter Kaufpflicht zu Eintracht Frankfurt.
Die Verlierer des Transferfensters
Werder Bremen
Werder Bremen setzte in diesem Sommer schwerpunktmäßig auf Leihgeschäfte. Neben Niclas Füllkrug, der von West Ham United zurück an die Weser wechselte, kamen Eren Dinkci, Youri Regeer, Moussa Ndiaye und Arthur nur auf Zeit.
Niclas Füllkrug kehrte auf Leihbasis zu Werder Bremen zurück.
Gleichzeitig verzeichnete der Verein schmerzhafte Abgänge: Torwart Mio Backhaus ging nach Freiburg, Romano Schmid zu Frosinone und Karim Coulibaly nach Straßburg – letzterer für eine unerwartet geringe Ablösesumme unter den prognostizierten 20 Millionen Euro.
Durch die monatelangen Verletzungen von Jens Stage und Justin Njinmah sowie den Abgang von Samuel Mbangula fehlen Werder personelle Optionen auf den Außenbahnen. Mit Dinkci, Marco Grüll und Paul Erevbenagie verbleiben lediglich drei fitte Flügelspieler, da der Klub am Deadline Day auf weitere Verpflichtungen verzichtete.
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt erlebte ein unruhiges Transferfenster, das von Debatten um Sportvorstand Markus Krösche und zahlreichen Abgängen geprägt war. Stammkräfte wie Nathaniel Brown, Aurele Amenda, Rasmus Kristensen, Hugo Larsson, Arthur Theate und Torwart Michael Zetterer verließen den Klub.
Noah Atubolu hütet das Tor von Eintracht Frankfurt.
Auf der Zugangsseite stehen mit Raphael Onyedika und Lilian Brassier nur zwei gestandene Profis bereit, während Noel Aseko und Malik Pimpong Entwicklungszeit benötigen. Die Eintracht schloss immerhin ihre Torwartbaustelle mit der Verpflichtung von Noah Atubolu aus Freiburg, geht jedoch mit einem insgesamt ausgedünnten Mannschaftsgerüst in den Herbst.






