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Bis zu 80 Prozent Rabatt: Verbraucherzentrale warnt vor Masche mit angeblichen Traditions-Shops

Fake Shops Aktuelle News

Fake-Shops im Internet täuschen Käufer mit erfundenen Identitäten.

Hinter scheinbar traditionellen regionalen Händlern verbergen sich im Internet zunehmend Kriminelle. Mit erfundenen Geschichten über drohende Schließungen familiärer Betriebe und Preisnachlässen von 50 bis 80 Prozent locken unseriöse Anbieter derzeit massenhaft Kunden an.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor dieser Masche. Gelieferte Artikel weisen oft minderwertige Qualität auf, während unverhältnismäßig hohe Rücksendekosten eine Retoure wirtschaftlich unmöglich machen.

Die Masche: Vom angeblichen Familienbetrieb zum Briefkasten in Übersee

„Das Muster ist immer gleich. Eine emotionale Inszenierung soll Vertrauen aufbauen, die angeblich befristete Rabattaktion zum schnellen Kauf animieren“, erklärt Kathrin Bartsch, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Ein Blick in die rechtlichen Angaben entlarvt die angebliche Heimatverbundenheit schnell als Täuschung. Shops mit Namen wie „mathilde-muenchen“ werden von Wyoming in den USA aus betrieben, während Plattformen wie „emma-frankfurt“, „anna-berlin.de“ oder „stefanberlin.com“ ihren Sitz in Hongkong haben.

Fake Shops
Fake-Shops im Internet

Woran sich betrügerische Seiten erkennen lassen

Zur Identifizierung unseriöser Verkaufsplattformen hat die Polizei Nordrhein-Westfalen zentrale Prüfkriterien definiert, auf die Käufer vor Bestellabschluss achten sollten.

Bis zu 80 Prozent Rabatt: Verbraucherzentrale warnt vor Masche mit angeblichen Traditions-Shops

Checkliste für den Sicherheits-Check

  • Webadresse prüfen: Ungewöhnliche Domain-Endungen wie „.de.com“ anstelle von regulären Endungen wie „.de“ deuten oft auf Betrug hin.
  • Zahlungsoptionen kontrollieren: Verschwinden im Bezahlvorgang kundenfreundliche Methoden und bleibt ausschließlich Vorkasse übrig, ist höchste Vorsicht geboten.
  • Preise hinterfragen: Extrem niedrige Preise im Vergleich zum Marktdurchschnitt sind ein typischer Köder.
  • Gütesiegel verifizieren: Unseriöse Shops binden oft statische Bilddateien bekannter Siegel ein. Ein echter Vertrauensnachweis führt per Klick direkt zum verifizierten Zertifikat.
  • Impressum analysieren: Ein vollständiges Impressum erfordert zwingend eine reale Anschrift, vertretungsberechtigte Personen, direkte Kontaktdaten sowie die Handelsregisternummer.

Zur schnellen Überprüfung zweifelhafter Internetadressen bietet die Verbraucherzentrale einen kostenfreien Fakeshop-Finder an. Die Plattform bewertet eingegebene URLs mittels eines Ampelsystems.

Schritte nach einer getätigten Überweisung

Wer bereits Geld an einen betrügerischen Shop überwiesen hat, muss umgehend das eigene Bankinstitut kontaktieren, um eine Rückbuchung zu prüfen.

Sämtliche Unterlagen wie Bestellbestätigungen, E-Mail-Verläufe, Kaufverträge sowie Screenshots des Angebots sollten lückenlos gesichert werden. Diese Dokumente dienen als Beweismittel für die anschließende Strafanzeige bei der Polizei.