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Bis zu 92 Prozent mehr Reflexion: Warum Alufolie hinter Teelichtern platziert wird

Jemand hält ein Teelicht in der Hand, das mit Alufolie versehen wurde Aktuelle News

Ein mit Alufolie versehenes Teelicht in der Hand.

In den dunklen Herbst- und Wintermonaten gehören Teelichter in vielen Haushalten zur Standardbeleuchtung. Die kleinen Wachskerzen sind preiswert, strahlen jedoch einen Großteil ihres Lichts und ihrer Wärme ungerichtet an die Umgebung ab.

Mit einem einfachen Haushaltsmittel lässt sich die Licht- und Wärmeausbeute der Kerzen gezielt bündeln.

Jemand hält ein Teelicht in der Hand, das mit Alufolie versehen wurde.
Teelicht mit Alufolie in einer Hand.

Physikalischer Hebel: Bis zu 92 Prozent Reflexion

Der Effekt basiert auf den Materialeigenschaften von poliertem Aluminium. Das Metall reflektiert sichtbares Licht zu 88 bis 92 Prozent und wirft gleichzeitig abgestrahlte Wärme nach vorn zurück.

Dazu wird ein Streifen Alufolie mit der glänzenden Seite nach innen in einem leichten Halbbogen hinter dem Teelicht aufgestellt. Die Folie dient dabei als passiver Reflektor, der den Lichtkegel im Raum verstärkt.

Zusätzlich nutzen einige Verbraucher herkömmliches Speisesalz: Eine kleine Prise im flüssigen Wachs kann das Abbrennen der Kerze verlangsamen und die Nutzungsdauer erhöhen.

Sicherheitsabstände zur Flamme einhalten

Beim Einsatz von Alufolie muss zwingend auf den richtigen Aufbau geachtet werden. Die Folie darf niemals direkt an der Flamme anliegen, sondern muss mehrere Zentimeter Abstand halten.

Aluminiumfolie brennt zwar nicht wie Papier, schmilzt jedoch bereits bei etwa 660 Grad Celsius. Die Flamme eines Teelichts erreicht im Kern Temperaturen zwischen 1.000 und 1.200 Grad Celsius.

Wird der Reflektor zu nah platziert, drohen Hitzestau, starkes Flackern und unvollständige Verbrennung mit Rußentwicklung. Ein offener Halbbogen mit ausreichend Luftzufuhr verhindert solche Gefahrenquellen zuverlässig.