Bis zum 2. November: Warum Italiens Adria-Strände dieses Jahr viel länger offen bleiben
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Ein Strand an der italienischen Küste.
An der Riviera Romagnola bestimmt in diesem Jahr nicht der Kalender das Saisonende, sondern das anhaltend milde Spätsommerwetter. Während der meteorologische Sommer bereits Ende August endete, bleiben Schirme und Liegen an vielen Küstenabschnitten der Adria weiterhin aufgestellt.
Strand in Italien
Nach Angaben des Branchenverbands Sib bieten die ersten Septemberwochen ideale Bedingungen mit warmen, aber nicht mehr drückenden Temperaturen. Betreiber sprechen von Strandtagen, die teils angenehmer ausfallen als die heißen Hochsommermonate.
Badesaison läuft weit in den Herbst hinein
Bis mindestens zum 20. September bleibt der reguläre Vollbetrieb an weiten Teilen der Küste bestehen. Das bedeutet: Liegenverleih, Gastronomie und der offizielle Rettungsdienst am Wasser arbeiten uneingeschränkt weiter.
Einige Betreiber planen noch deutlich längere Öffnungszeiten. In Cesenatico halten ausgewählte Strandbäder ihren Betrieb sogar bis zum 2. November aufrecht, um das Allerheiligen-Wochenende mitzunehmen.
Comacchio bis Cattolica: Offen statt Saisonende
Der Trend zur Verlängerung zieht sich von Comacchio bis Cattolica. Viele Betriebe reduzieren zwar das Kontingent an Liegen, bleiben aber bis weit in den Oktober hinein geöffnet, sofern keine anhaltende Schlechtwetterfront von mehreren Tagen einsetzt.
Die Nachfrage verteilt sich dabei gleichmäßiger als im Juli und August. Urlauber profitieren von spürbar mehr Platz am Wasser bei weiterhin warmen Wassertemperaturen.
Hotels profitieren von MotoGP und Kongressen
Auch die Beherbergungsbetriebe verzeichnen für den September eine solide Auslastung. Neben dem Wetter kurbeln Großevents wie das MotoGP-Rennen sowie nachfolgende Fachmessen die Nachfrage an.
In Rimini schließt ab Mitte September schrittweise rund die Hälfte der etwa 1.000 Hotels für die Winterpause. Für die verbleibenden Betriebe sichert der beginnende Kongresstourismus die Anschlussbuchungen.
Während der Anteil internationaler Urlauber im Hochsommer bei über 40 Prozent lag, reisen im September wieder vermehrt italienische Gäste an. Dennoch bleibt der Zustrom aus dem Ausland – insbesondere aus Deutschland – über die regionalen Flughäfen ein entscheidender Faktor für die Spätsaison.

