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Bitkom-Studie belegt: 43 Prozent der Deutschen legen gezielte Smartphone-Pausen ein

Smartphone mit schwarzem Bildschirm liegt auf einem Tisch neben einer Kaffeetasse Aktuelle News

Knapp die Hälfte der Bundesbürger legt mittlerweile gezielte Offline-Phasen im Alltag ein.

Laut aktuellen Erhebungen des Digitalverbands Bitkom haben 43 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren bereits mindestens einmal eine gezielte Smartphone-Pause eingelegt.

Die bewusste digitale Auszeit entwickelt sich in Deutschland von einem Nischenphänomen zu einer festen Verhaltensweise im Alltag.

Gründe für die digitale Auszeit im Alltag

Die Hauptursachen für den zeitweisen Verzicht auf digitale Endgeräte liegen in der Reduktion von Dauererreichbarkeit und digitalem Reizüberfluss.

„Permanente Benachrichtigungen führen zu einer chronischen Fragmentierung der Aufmerksamkeit, was Erholungsphasen messbar verkürzt“, betont der Ulmer Psychologie-Professor Christian Montag.

Rund zwei Drittel der Anwender berichten nach mehrtägigen Offline-Phasen von einem verbesserten Schlaf und höherer Konzentrationsfähigkeit.

Dauer und Formen des Medienverzichts

Die Ausgestaltung des digitalen Fastens variiert zwischen kurzen täglichen Zeitfenstern und kompletten medienfreien Wochenenden.

Etwa neun Prozent der Deutschen schalten ihr Mobiltelefon an mindestens einem festen Tag pro Woche vollständig aus.

Methoden für eine strukturierte Bildschirmpause

  • Graustufen-Modus aktivieren: Das Umschalten des Bildschirms auf Schwarz-Weiß reduziert visuelle Reize und senkt die Nutzungsdauer nachweisbar.
  • App-Zeitlimits setzen: Betriebssystemeigene Sperren limitieren die tägliche Nutzungszeit für soziale Netzwerke und Nachrichtendienste.
  • Gerätefreie Zonen einrichten: Schlafzimmer und Esstische bleiben dauerhaft frei von Mobiltelefonen und Tablets.
  • Push-Benachrichtigungen deaktivieren: Nur noch direkte Anrufe oder systemkritische Alarme dürfen Tonsignale auf dem Endgerät auslösen.

Auswirkungen auf Arbeitsplatz und Erreichbarkeit

Der Trend zur Nicht-Erreichbarkeit beeinflusst zunehmend auch die betriebliche Praxis in deutschen Unternehmen.

Zahlreiche Arbeitgeber vereinbaren verbindliche Ruhezeiten, in denen Mitarbeiter außerhalb der Kernarbeitszeit keine dienstlichen E-Mails abrufen müssen.