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BMW pumpt Reifen auf 2,8 bar auf: Profil nach nur 15.000 Kilometern weg

BMW pumpt Reifen auf 2,8 bar auf: Profil nach nur 15.000 Kilometern weg Aktuelle News

BMW pumpt Reifen auf 2,8 bar auf: Profil nach nur 15.000 Kilometern weg

Nach nur 15.000 Kilometern waren die Vorderreifen eines BMW 128ti in der Mitte komplett abgefahren. Frühere Reifensätze des identischen Modells hielten bei demselben Fahrer jeweils rund 36.000 Kilometer.

Der Grund für den rapiden Verschleiß liegt nach Vermutung des Fahrers im Reifendruck. Die Vertragswerkstatt stellte den Reifendruck im kalten Zustand auf 2,8 bar ein und berief sich auf BMW-Vorgaben. Zuvor war der Mann mit 2,3 bis 2,4 bar unterwegs.

Vorzeitiger Wechsel kostet 370 Euro

Der Ersatz für zwei Reifen des Typs Michelin Pilot Sport 4 in der Dimension 225/40 R18 kostet den Fahrer rund 370 Euro. Obwohl die Reifenschultern noch ausreichend Profil aufwiesen, war ein Tausch unumgänglich.

Gemäß Paragraf 36 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) muss das Hauptprofil im mittleren Bereich über den gesamten Umfang eine Mindesttiefe von 1,6 Millimetern aufweisen.


Reifenprofil eines Fahrzeugs

Der Fahrer räumte ein, den Kompaktsportler bei einer Urlaubsfahrt in den Vogesen forciert bewegt zu haben. Allerdings wurden auch die langlebigeren Vorgängerreifen sportlich gefahren, unter anderem auf der Nürburgring-Nordschleife.

Der BMW 128ti leitet 265 PS rein über die Vorderachse auf die Straße. Reifenhersteller wie Continental weisen darauf hin, dass die Kombination aus Lenkung, hoher Motorleistung und Frontantrieb zu erhöhtem Gummiabrieb führt.

Die Mechanik hinter hohem Luftdruck

Ein höherer Druck senkt den Rollwiderstand und kann theoretisch den Spritverbrauch mindern. Ein spürbarer Spareffekt stellte sich beim betroffenen Fahrzeug jedoch nicht ein.

Ist der Fülldruck zu hoch, wölbt sich die Lauffläche nach außen. Die Folge ist eine übermäßige Belastung der Reifenmitte bei verringerter Bodenhaftung und längerem Bremsweg auf nasser Fahrbahn.

Lufterwärmung im Fahrbetrieb

Aus den im kalten Zustand gemessenen 2,8 bar wurden während der Fahrten bis zu 3,1 bar. Ein Anstieg um etwa 0,3 bar ist bei betriebswarmen Reifen eine physikalische Gesetzmäßigkeit.

Aus diesem Grund darf an warmen Reifen niemals Luft abgelassen werden. Reifendruckkontrollen sollten grundsätzlich vor Fahrtantritt im kalten Zustand erfolgen.

Neben dem Fülldruck kann auch eine verstellte Achsgeometrie für ein ungleichmäßiges Ablaufbild verantwortlich sein. Bei drastischen Abweichungen der Laufleistung empfiehlt sich daher die Überprüfung von Spur und Sturz in einer Werkstatt.