Bruchgefahr bei Carbon-Gabel: Hercules ruft 5 E-Bike-Modelle der Serie Rob Fold SL zurück
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Mehrere E-Bike-Modelle der Modellreihe Hercules Rob Fold SL sind von einem aktuellen Sicherheitsrückruf betroffen.
Der Fahrradhersteller Hercules hat einen dringenden Sicherheitsrückruf für mehrere Modelle seiner beliebten E-Bike-Serie Rob Fold SL herausgegeben. Wegen möglicher Mängel an der verbauten Carbon-Gabel warnt das Unternehmen vor erheblichen Gefahren für Radfahrer.
Nach Angaben des Herstellers kann die Carbon-Gabel unter bestimmten Belastungen unvorhergesehen versagen. In der Folge droht ein plötzlicher Verlust der Lenkkontrolle, was schwere Stürze und Verletzungen nach sich ziehen kann.
Sofortiger Nutzungsstopp für fünf Modellvarianten
Besitzer der betroffenen Räder werden unmissverständlich aufgefordert, die Nutzung der Fahrzeuge ab sofort vollständig einzustellen. Die Modellbezeichnung lässt sich direkt am Rahmen ablesen.
Konkret umfasst der Rückruf folgende E-Bike-Varianten:
- Hercules Rob Fold SL IQ
- Hercules Rob Fold SL 10
- Hercules Rob Fold SL 9
- Hercules Rob Fold SL F5
- Hercules Rob Fold SL R5
Unter anderem um diese Modell handelt es sich bei dem E-Bike-Rückruf des Herstellers Hercules.
Kostenloser Austausch oder Kaufpreiserstattung
Für betroffene Kunden stellt Hercules zwei verschiedene Lösungen bereit, die beide kostenfrei abgewickelt werden.

Die Optionen für Besitzer im Überblick
Fahrradbesitzer können ihr Modell gegen ein gleichwertiges Rob Fold mit robuster Aluminium-Gabel eintauschen. Als Ersatzmodelle stehen unter anderem die Varianten F5, R5, SUV und 9 zur Verfügung. Alternativ ist auch der Wechsel auf ein anderes vergleichbares E-Bike aus dem Hercules-Sortiment möglich.
Wer kein Ersatzrad wünscht, erhält den vollen Kaufpreis zurückerstattet. Voraussetzung für die Rückabwicklung ist die vollständige Rückgabe des E-Bikes samt Akku und passendem Ladegerät.
Marktdaten: Deutscher Fahrradmarkt unter anhaltendem Druck
Der Rückruf fällt in eine ohnehin angespannte Lage für die gesamte Branche. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung EY sank der Gesamtumsatz auf dem deutschen Fahrradmarkt im Jahr 2025 um knapp acht Prozent auf 5,85 Milliarden Euro.
Mit rund 3,7 Millionen verkauften Einheiten bleibt Deutschland zwar weiterhin der volumenstärkste Markt in Europa, Händler und Produzenten kämpfen jedoch mit vollen Lagern. Während E-Bikes mit einem Marktanteil von 53 Prozent am Absatz und 85 Prozent am Umsatz das Kerngeschäft dominieren, sanken die Durchschnittspreise um vier Prozent auf rund 2.550 Euro pro Rad.

