Zum Inhalt springen
On Air Festival

Busunglück in Ungarn: Zwölf Tote nach schwerem Unfall auf der M3

Einsatzkräfte an der Unfallstelle des verunglückten Reisebusses in Ungarn. Aktuelle News

Trümmerfeld nach dem schweren Busunglück auf der ungarischen Autobahn M3.

Tödlicher Unfall in der Nacht

Bei einem schweren Busunglück auf der ungarischen Autobahn M3 sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Der Reisebus aus Polen verlor in der Nacht zum Sonntag, dem 16. August, gegen 01:00 Uhr die Kontrolle, kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich und stürzte in einen Straßengraben.

Der Unfall ereignete sich bei Mezökeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest. An Bord befanden sich insgesamt 59 Personen: zwei Fahrer und 57 Touristen.

Einsatzkräfte an der Unfallstelle des verunglückten Reisebusses in Ungarn.
Einsatzkräfte an der Unfallstelle des verunglückten Reisebusses in Ungarn.

Ermittlungen gegen den Fahrer

Erste polizeiliche Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen ist. In der Folge verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Mann wurde festgenommen; die Behörden haben die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang eingeleitet.

Pilgergruppe auf der Rückreise

Bei den Passagieren handelte es sich um eine Pilgergruppe aus dem polnischen Karpatenvorland. Die Reisenden befanden sich auf dem Rückweg von einer Pilgerreise nach Bosnien und Herzegowina.

Busunglück in Ungarn: Zwölf Tote nach schwerem Unfall auf der M3

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Insgesamt 14 Rettungswagen waren im Einsatz, um die 35 Verletzten zu versorgen. Mehrere Fahrgäste waren unter dem Wrack eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit Kränen befreit werden.

Sperrung und Anteilnahme

Der Autobahnabschnitt zwischen Mezökeresztes und Emöd blieb in Richtung Miskolc bis in den Sonntagvormittag hinein voll gesperrt.

Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar sprach den Hinterbliebenen der Opfer über Facebook sein tiefes Beileid aus. Er dankte den Einsatzkräften für ihren schnellen und professionellen Einsatz unter den schwierigen Bedingungen und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung.