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BVB-Taktik beim 5:0-Sieg: Niko Kovac bricht nach 1,5 Jahren mit der Dreierkette

Julian Ryerson im BVB-Spiel gegen den HEBC. Aktuelle News

Julian Ryerson stand beim Pokalsieg von Borussia Dortmund über den HEBC auf dem Feld.

Borussia Dortmund überraschte beim 5:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den Hamburger Fünftligisten HEBC mit einer unerwarteten Aufstellung. Trainer Niko Kovac wich im Volksparkstadion von seiner gewohnten Grundordnung ab und setzte erstmals seit fast 1,5 Jahren wieder auf eine Viererkette.

Julian Ryerson im BVB-Spiel gegen den HEBC.
Julian Ryerson im BVB-Spiel gegen den HEBC.

Rückkehr zum 4-3-3 nach langer Pause

Zuletzt hatte Kovac im März 2025 bei einer 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig mit vier Abwehrspielern begonnen. Nach dieser Partie stellte der Kroate dauerhaft auf eine defensive Dreierkette um, die bis zum Pokalauftakt unberührt blieb.

Gegen den Oberligisten formierten Filippo Mane und Waldemar Anton das Abwehrzentrum. Auf den Außenbahnen verteidigten Julian Ryerson rechts und Daniel Svensson links.

Davor bildeten Joey Vermaan, Marcel Sabitzer und Felix Nmecha das Dreier-Mittelfeld. Die Offensive bestand aus den Flügelspielern Samuele Inacio und Mathis Albert sowie Stürmer Fabio Silva.

Julian Ryerson glänzt mit drei Assists

Besonders Rechtsverteidiger Julian Ryerson nutzte die offensive Freiheit im 4-3-3 und legte drei Treffer direkt auf. Nach Abpfiff zeigte sich der Norweger entsprechend zufrieden mit dem System.

„Das macht richtig viel Spaß, vor allem wenn du so dominant bist. Ich mag es“, sagte Ryerson in den Katakomben. Angesprochen auf eine generelle Präferenz für vier Verteidiger wiegelte er schmunzelnd ab.

Unterschiedliche Bewertungen von Anton und Kovac

Kapitän Waldemar Anton ordnete die Umstellung pragmatisch ein: „Ob Dreierkette oder Viererkette hinten, das spielt keine Rolle. Das Spiel musst du einfach gewinnen.“ Für den Abwehrchef zähle vor allem die taktische Flexibilität des Kaders.

Kovac nutzte das ungleiche Duell bewusst als Testfeld unter Wettkampfbedingungen. Insbesondere die beiden Offensivtalente Inacio und Albert empfahlen sich laut dem 54-jährigen Cheftrainer für künftige Aufgaben.

Dauerhafte Umstellung in Liga und Königsklasse bleibt offen

Ein permanenter Systemwechsel in der Bundesliga oder Champions League gilt dennoch als unwahrscheinlich. In der Sommervorbereitung ließ Kovac ausnahmslos mit einer Dreierreihe verteidigen.

Der Trainer betonte in der Vergangenheit wiederholt, dass sich die Mannschaft in der vertrauten Dreierkette am sichersten fühle. Der deutliche Pokalsieg beweist jedoch, dass die Viererkette als funktionierende Alternative parat steht.