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Chrome, Edge und Firefox: Mit 3 Einstellungen Gigabytes an RAM sparen

Arbeitsspeicher-Sparmodus in den Einstellungen von Google Chrome Aktuelle News

Der Arbeitsspeicher-Sparmodus reduziert die RAM-Auslastung bei inaktiven Browser-Tabs.

Ein Blick in den Windows Task-Manager (Tastenkombination Strg + Umschalt + Esc) offenbart oft denselben Spitzenreiter: Webbrowser belegen durch geöffnete Tabs und Erweiterungen schnell mehrere Gigabyte Arbeitsspeicher.

Besonders bei Systemen mit begrenztem RAM bremst dieser Hunger nach Ressourcen das gesamte System aus. Moderne Browser bieten jedoch integrierte Werkzeuge, um den Verbrauch drastisch zu senken.

Arbeitsspeicher in Google Chrome freigeben

Arbeitsspeicher-Sparmodus in Chrome
Arbeitsspeicher-Sparmodus in den Einstellungen von Chrome

Google Chrome verfügt über einen integrierten Sparmodus, der standardmäßig nicht immer optimal konfiguriert ist. Die Funktion findet sich in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Leistung“ im Bereich „Speicher“.

Nach der Aktivierung stehen drei verschiedene Stufen zur Auswahl:

  • Mäßig: Inaktive Tabs verbleiben relativ lange im Speicher, bevor sie entladen werden.
  • Ausgewogen: Das von Google empfohlene Profil steuert die Freigabe dynamisch anhand des Nutzerverhaltens.
  • Maximal: Der Browser entfernt inaktive Tabs sehr schnell aus dem RAM, was den maximalen Speicherplatz freischaufelt.

Wird ein entladener Tab wieder angeklickt, lädt Chrome die Seite automatisch neu. Dieser Vorgang nimmt einen kurzen Augenblick in Anspruch.

Zusatzoptionen für Tabs

Um Störungen bei Web-Apps oder Musik-Streams zu verhindern, lassen sich unter „Diese Websites immer aktiv lassen“ feste Ausnahmen definieren.

Zusätzlich markiert die Option „Darstellung inaktiver Tabs“ pausierte Seiten mit einem unterbrochenen Kreis. Unter „Darstellung“ lässt sich zudem aktivieren, dass beim Überfahren eines Tabs mit der Maus die exakte Speichernutzung angezeigt wird.

Chrome, Edge und Firefox: Mit 3 Einstellungen Gigabytes an RAM sparen

Edge, Firefox, Brave und Opera im Vergleich

RAM-Begrenzer in Opera GX
RAM-Begrenzer im Gaming-Browser Opera GX

Viele alternative Browser setzen ebenfalls auf das Chromium-Fundament, unterscheiden sich aber im Detail. Brave platziert die Speicher-Sparfunktion in den Einstellungen unter dem Reiter „System“.

Microsoft Edge erlaubt eine zeitgesteuerte Deaktivierung inaktiver Tabs. Nutzer können feste Intervalle zwischen 30 Sekunden, 5 Minuten und bis zu 12 Stunden festlegen.

Der reguläre Opera-Browser verzichtet auf diese Option, während die Gaming-Variante Opera GX einen manuell justierbaren RAM-Begrenzer integriert hat. Mozilla Firefox wiederum entlädt Tabs erst dann automatisch, wenn das gesamte Betriebssystem an Speichermangel leidet – feinere Kontrollen lassen sich dort über Erweiterungen wie „Auto Tab Discard“ nachrüsten.

Speicherverwaltung auf Android und iOS

iPhone wird benutzt
Bedienung eines Smartphones

Auf Smartphones ist eine manuelle Konfiguration in den Browsern nicht erforderlich. Die mobilen Betriebssysteme regulieren den Arbeitsspeicher eigenständig und deutlich strikter als Windows.

Android friert Hintergrund-Tabs bei App-Wechseln oder Speicherdruck automatisch ein oder beendet deren Prozesse vollständig. Apple verfährt bei iOS ähnlich rigoros und gibt den RAM ruhender Tabs innerhalb kürzester Zeit für aktive Anwendungen frei.