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Datenpanne bei Agsi: Deutscher Erdgasspeicher plötzlich mit über 3.000.000 Prozent gemeldet

Erdgasspeicher und Rohrleitungen einer Industrieanlage Aktuelle News

Die Füllstände der deutschen Gasspeicher werden über europäische Plattformen überwacht.

Ein absurder Wert auf der europäischen Transparenzplattform Agsi sorgte für Irritation: Der Gesamtwert für die deutschen Gasspeicher sprang dort kurzzeitig auf 40.560 Prozent.

Hinter der rechnerischen Unmöglichkeit steckte eine fehlerhafte Dateneingabe bei einer einzelnen Anlage.

Einheiten verwechselt: Millionenwert bei Ronnenberg-Empelde

Auslöser der Datenpanne war die Anlage UGS Ronnenberg-Empelde in Niedersachsen. Für diesen Untertagespeicher wies das Portal einen Füllstand von exakt 3.172.191 Prozent aus.

Der Eigentümer Enercity stellte den Vorfall rasch klar: Die Betreibergesellschaft GHG Gasspeicher Hannover GmbH hatte die Einheiten verwechselt und den Füllstand fälschlicherweise in Terawattstunden statt in Prozent gemeldet. Korrekt waren 3,024908865 TWh.

Datenpanne bei Agsi: Deutscher Erdgasspeicher plötzlich mit über 3.000.000 Prozent gemeldet

Realer Füllstand deutlich niedriger

Die Initiative Energien Speichern (INES) stellte klar, dass die Anzeige auf der Plattform nicht der Realität entsprach. Der tatsächliche bundesweite Füllstand lag zum Zeitpunkt der Falschmeldung bei 53,6 Prozent.

Gesetzliche Vorgaben für die Speicherstände

Für die deutschen Gasspeicher gelten verbindliche Mindestmarken, um die Versorgungssicherheit im Winter zu gewährleisten:

  • 1. November: Zielmarke von 80 Prozent Füllstand (für Gesamtsystem rechnerisch rund 70 Prozent).
  • 1. Februar: Mindeststand von 30 Prozent (für bestimmte Speicher abweichend 45 Prozent).

Im November 2025 waren die deutschen Speicher zu 75 Prozent gefüllt. Anfang Februar 2026 lag der Stand bei 31 Prozent und damit nur knapp über der gesetzlichen Untergrenze.