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Deepfake-Terror: Wie Prominente zur Zielscheibe digitaler Gewalt werden

Charlotte Engelhardt bei ihrem Auftritt im Kölner Treff. Aktuelle News

Charlotte Engelhardt spricht über die Konfrontation mit KI-manipulierten Bildern.

Die digitale Gewalt nimmt erschreckende Züge an: Immer häufiger werden Fotos von Frauen mithilfe künstlicher Intelligenz in pornografische Aufnahmen verwandelt. Auch bekannte Persönlichkeiten wie Mareile Höppner und Charlotte Engelhardt sind von dieser Form des Missbrauchs betroffen.

„Kein Bild ist sicher“

Im WDR-Format „Kölner Treff“ schilderte Mareile Höppner am Freitagabend die drastische Realität dieses digitalen Angriffs. „Es gibt kein Bild von mir, das in den letzten 30 Jahren entstanden ist, das nicht ‚ausgezogen‘ wurde“, berichtete die Moderatorin. Die Auffindbarkeit dieser manipulierten Inhalte sei erschreckend simpel – ein paar gezielte Suchanfragen würden bereits ausreichen.

Charlotte Engelhardt teilt im
Charlotte Engelhardt bei ihrem Auftritt im Kölner Treff.

Besonders verstörend wird es, wenn diese Bilder das Privatleben erreichen. Charlotte Engelhardt berichtete in der Sendung von einem Vorfall, bei dem ihr damals zehnjähriger Sohn mit manipulierten Bildern konfrontiert wurde. Ihm wurden Aufnahmen zugespielt, auf denen das Gesicht seiner Mutter auf pornografische Körper montiert war.

Obwohl die Qualität der Deepfakes so schlecht war, dass der Junge den Betrug sofort erkannte, hinterließ der Vorfall tiefe Spuren. „Mein Sohn hat sich erschrocken, und die Bilder waren echt pervers“, so Engelhardt. Der Übergang vom öffentlichen Raum in die Privatsphäre sei das eigentlich Unerträgliche an diesen Taten.

Deepfake-Terror: Wie Prominente zur Zielscheibe digitaler Gewalt werden

Der Kampf gegen die Anonymität

Die Täter agieren oft in Foren, in denen sie Anleitungen zur Erstellung solcher Fakes teilen und sich über ihre Opfer austauschen. Mareile Höppner betonte, dass sie bereits mehrere Fälle zur Anzeige gebracht habe, die jedoch regelmäßig eingestellt würden. Die rechtlichen Konsequenzen seien bisher kaum spürbar.

Höppner fordert daher ein Umdenken und mehr Transparenz im Netz. Sie plädiert für eine Pflicht zur Klarnamennutzung, um den rechtsfreien Raum, in dem sich die Täter bewegen, einzuschränken. Einschüchtern lassen will sich die Moderatorin von diesen Methoden jedoch nicht: „Ich will diesen Männern die Stirn bieten“, bekräftigte sie entschlossen.

Zusätzlich zu den Deepfake-Angriffen sieht sich Höppner weiterhin mit Stalking konfrontiert. Auch wenn sie selbst in aktuellen Fällen nicht direkt das Ziel ist, bleibt die Belastung durch die fortwährende digitale Bedrohung bestehen.