Defekte Toilette zwingt Delta-Flug zur 20-stündigen Odyssee
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Ein technischer Defekt an der sanitären Anlage sorgte bei Delta-Flug DL81 für massive Verzögerungen.
Was als Routineflug von Paris nach Seattle begann, endete für die 209 Passagiere des Delta-Flugs DL81 in einer beinahe 20-stündigen Geduldsprobe. Grund für die ungeplante Reiseunterbrechung war ein technischer Defekt an einer der Bordtoiletten.
Flüssigkeitsaustritt in der Kabine
An Bord des Airbus A330-900 bemerkten Passagiere während des Fluges, dass Flüssigkeit aus einer der Toiletten in den Kabinenbereich gelangte und sich auf dem Teppich verteilte. Berichten des Portals „View From The Wing“ zufolge löste der Vorfall Unbehagen bei den Reisenden aus, auch wenn eine abschließende Bestätigung, ob es sich um Abwasser handelte, ausblieb.
Aufgrund des Defekts sah sich die Crew gezwungen, eine Sicherheitslandung in London-Heathrow einzuleiten. Die Situation an Bord gestaltete sich für die Fluggäste schwierig: Während der Reinigungsarbeiten mussten sie laut Berichten in der Maschine verbleiben. Zudem wurde das vorhandene Catering entsorgt, ohne dass in London eine neue Verpflegung geladen wurde.
Zwischenstopp in New York wegen Crew-Regelungen
Nach der Landung in London war eine direkte Weiterreise nach Seattle nicht möglich. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen N410DZ musste aufgrund der maximal zulässigen Dienstzeiten der Besatzung einen weiteren Stopp in New York-JFK einlegen, um eine neue Crew an Bord zu nehmen. Erst mit einer Verspätung von rund neun Stunden erreichte die Maschine schließlich ihr eigentliches Ziel.

Delta Air Lines bestätigte den mechanischen Defekt an einer Toilette und entschuldigte sich offiziell bei den betroffenen Passagieren.
Kein Einzelfall: Wenn Toiletten ausfallen
Probleme mit sanitären Anlagen an Bord sind für Passagiere stets mit hohen Belastungen verbunden. Bereits im vergangenen Jahr sorgte ein Vorfall bei Virgin Australia für Schlagzeilen, als auf einem Nachtflug von Bali nach Brisbane sämtliche Toiletten ausfielen.
Die Boeing 737 startete mit nur einer funktionierenden Toilette, die jedoch im Verlauf der sechsstündigen Reise ebenfalls unbrauchbar wurde. Passagiere schilderten gegenüber „ABC“ eine unzumutbare Situation, bei der sich durch die Überlastung der Anlagen üble Gerüche in der gesamten Kabine verbreiteten.
