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Depot schließt Ende September: 730 Mitarbeiter verlieren ihre Verträge

Filiale der Deko-Kette Depot Aktuelle News

Die Handelskette Depot steht vor dem Aus der bisherigen Betreibergesellschaft.

Die Deko-Kette Depot stellt ihren Geschäftsbetrieb unter der bisherigen Betreibergesellschaft GDC Deutschland GmbH zum Monatsende ein. Für die rund 730 verbliebenen Beschäftigten bedeutet dieser Schritt die Kündigung sämtlicher Arbeitsverträge.

Auch die noch bestehenden Mietverträge für die Ladenflächen werden aufgelöst. Inhaber Christian Gries begründete das Aus der Gesellschaft mit einer eingetretenen Masseunzulänglichkeit.

Aus für Betreibergesellschaft nach Insolvenzverfahren

Das Handelsunternehmen mit Sitz im bayerischen Großostheim hatte bereits im Mai einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Die finanziellen Mittel reichen nun nicht mehr aus, um das laufende Verfahren wie geplant fortzuführen.

Der Einzelhändler kämpft seit längerer Zeit mit einer spürbaren Kaufzurückhaltung im Einrichtungs- und Dekorationssegment. Zudem setzt billige Online-Konkurrenz aus Asien wie Temu den stationären Handel zunehmend unter Druck.

Massiver Filialabbau seit Jahresbeginn

Bereits im Laufe des Jahres 2024 schrumpfte das Filialnetz drastisch. Von den ehemals rund 400 Standorten in Deutschland waren zuletzt nur noch etwa 50 Geschäfte geöffnet.

Depot schließt Ende September: 730 Mitarbeiter verlieren ihre Verträge

Inhaber plant Neustart mit neuer Gesellschaft

Trotz der Schließung der GDC Deutschland GmbH soll der Markenname nicht vollständig aus den Einkaufsstraßen verschwinden. Christian Gries plant, die Namensrechte in eine neue Unternehmensstruktur zu überführen.

Mit einer deutlich kleineren Mannschaft beabsichtigt der Unternehmer, einen Teil der verbleibenden rund 50 Standorte weiterzubetreiben. Dafür sollen direkte Verhandlungen über neue Verträge mit den jeweiligen Immobilieneigentümern geführt werden.

„Wir werden mit den Vermietern in Dialog gehen, um neue Mietverträge abzuschließen. Depot wird nicht verschwinden“, kündigte Gries an.