DFB-Pokal vor 39.000 Fans: Warum Fünftligist HEBC im Linienbus gegen den BVB anreist
Aktuelle News
Der Hamburger Oberligist HEBC bereitet sich auf das Duell im Volksparkstadion gegen Borussia Dortmund vor.
Das größte Pflichtspiel der Vereinsgeschichte steht an: Der Hamburger Oberligist HEBC trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Borussia Dortmund. Für das Flutlichtspiel im Volksparkstadion am Dienstagabend (20:45 Uhr, live bei RTL und Sky) sind bereits über 39.000 Eintrittskarten vergriffen.
Vom Fahrradplan zum Hochbahn-Bus
Die Anreise der Amateure verläuft dabei denkbar unkonventionell. Ursprünglich wollte die Mannschaft die rund fünf Kilometer Distanz zum Stadion auf Fahrrädern als lockeres Warm-up zurücklegen.
Stattdessen stellt die Hamburger Hochbahn AG dem Fünftligisten nun einen regulären Linienbus zur Verfügung. Die Spieler gestalteten das Fahrzeug eigenhändig mit dem Vereinswappen und den Klubfarben um.
„Dass uns ausgerechnet ein Hamburger Linienbus zu einem der größten Spiele unserer Vereinsgeschichte bringt, passt ziemlich gut zum HEBC“, sagt Vereinsboss Konstantin Zimmermann. „Wir sind ein Amateurverein und wir bleiben auch bei einem Gegner wie Borussia Dortmund bodenständig.“
Historisches Duell nach fast 90 Jahren
Die Mannschaft des HEBC vor dem DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund.
Für den Hamburger Stadtteilklub bedeutet die Partie das Debüt im modernen DFB-Pokal. Kapitän Tjorven Köhler ordnet die Bedeutung ein: „Sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren, ist das Größte, was einem passieren kann.“

Der letzte nationale Pokalauftritt liegt 89 Jahre zurück. 1935 verlor der HEBC in der ersten Runde des damaligen Tschammer-Pokals mit 0:7 gegen den Stadtteil-Rivalen Eimsbütteler TV.
Besondere Regelung für den gesamten Kader
Die Vereinsführung belohnt die Helden des Hamburger Landespokal-Erfolgs (5:1 gegen Vorwärts-Wacker Billstedt). Alle 19 Akteure aus diesem Endspiel, die weiterhin im Verein spielen, stehen fest im Spieltagskader gegen Dortmund.
Damit niemand leer ausgeht, wurde eine Sonderregelung mit dem DFB getroffen: Auch alle weiteren, nicht für den Spielberichtsbogen nominierten Akteure der Mannschaft dürfen sich vor dem Anpfiff gemeinsam auf dem Rasen des Volksparkstadions aufwärmen.

