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Die Snooze-Taste: Warum Sie morgens den Wecker immer wieder ausschalten

Eine KI-generierte Illustration zum Thema Schlaf und Weckalarm. Ratgeber & Tipps

Eine Studie analysierte über 3 Millionen Schlafphasen und untersuchte die Häufigkeit der Snooze-Nutzung.

Der Kampf gegen den Wecker ist weit verbreitet

Wenn Sie Ihren Wecker ausschalten, die Augen schließen und fünf Minuten später dasselbe wiederholen, sind Sie damit in bester Gesellschaft. Die Nutzung der Snooze-Funktion ist ein weit verbreitetes Phänomen. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten nun darauf hin, dass dieses Verhalten eng mit Schlafdauer und nächtlichen Zeitplänen verknüpft ist.

Die in Scientific Reports veröffentlichte Studie wertete insgesamt 3.017.276 Schlafphasen von 21.222 Nutzern aus. Die Daten wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten zwischen Juli und Dezember 2022 mithilfe einer speziellen Tracking-App erhoben.

Jeder Zweite drückt auf „Schlummern“

Die Analyse zeigt ein deutliches Bild: 55 von 100 Personen nutzen den Snooze-Button regelmäßig. In mehr als der Hälfte aller Fälle entscheiden sich Nutzer dazu, nicht beim ersten Klingeln aufzustehen.

Wer die Funktion aktiviert, tut dies im Durchschnitt 2,4 Mal pro Morgen. Die dadurch gewonnene „Schlummerzeit“ beläuft sich auf insgesamt rund 10,8 Minuten.

Un estudio de Nature analizó más de 3 millones de sesiones de sueño y encontró que el 55,6% terminaba con el uso del botón “snooze”. (Foto: Imagen ilustrativa generada con IA)
Eine KI-generierte Illustration zum Thema Schlaf und Weckalarm.

Das Verhalten variiert dabei je nach Wochentag: Unter der Woche wird die Schlummertaste häufiger gedrückt als am Wochenende, was vermutlich mit dem beruflichen oder akademischen Termindruck zusammenhängt.

Schlafmuster beeinflussen den Aufwachprozess

Ein interessantes Ergebnis der Studie: Personen, die später als gewöhnlich ins Bett gehen, greifen häufiger zur Schlummertaste. Wer früher schlafen geht, nutzt sie hingegen seltener.

Dies deutet darauf hin, dass unregelmäßige Schlafenszeiten das Aufstehen erschweren. Die Autoren betonen jedoch, dass dies eine beobachtete Korrelation ist und nicht zwingend bedeutet, dass die Menschen „langsamer“ aufwachen müssen.

Die Snooze-Taste: Warum Sie morgens den Wecker immer wieder ausschalten

Mehr Schlaf führt zu mehr Snooze

Überraschend ist zudem die Beobachtung, dass das Snoozen bei längeren Schlafphasen zunimmt:

  • Bei etwa 6 Stunden Schlaf wurde der Wecker durchschnittlich 2,4 Mal gedrückt.
  • Bei 10 Stunden Schlaf stieg der Schnitt auf 5,9 Mal.
  • Bei 11 Stunden im Bett lag der Wert sogar bei 7,6 Mal.

Die Forscher vermuten, dass dies mit dem Versuch zusammenhängt, verpassten Schlaf nachzuholen. Allerdings erfasste die App die Zeit im Bett, nicht die tatsächlich erreichte Schlafqualität.

Ist die Schlummerfunktion schädlich?

Fragmentierter Schlaf durch mehrfaches Wecken gilt laut den Autoren nicht als ideale Strategie. Vorangegangene Untersuchungen deuten darauf hin, dass wiederholtes Aufwachen die Schlafqualität mindern und die Effizienz des Erholungsprozesses verringern kann.

Dennoch bleibt offen, wie stark sich das Schlummern tatsächlich auf die Leistungsfähigkeit im Laufe des Tages auswirkt. Auch konnte nicht abschließend geklärt werden, ob die Probanden zwischen den Alarmen tatsächlich wieder in den Tiefschlaf fielen.

Fest steht: Die Extraminuten am Morgen sind oft ein Spiegelbild Ihres Schlafrhythmus und Ihrer allgemeinen Schlafhygiene, nicht zwangsläufig ein Zeichen von Faulheit.