Die Zwiebel als Herzschutz: Was das „Superfood“ wirklich bewirken kann
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Zwiebeln enthalten wertvolle Pflanzenstoffe, die laut Experten eine herzgesunde Ernährung ergänzen können.
Ein unterschätztes Herz-Gemüse
Wenn es um herzgesunde Ernährung geht, stehen oft Lachs, Nüsse oder hochwertiges Olivenöl im Rampenlicht. Die spanische Kardiologin Magdalena Perelló rückt nun ein unscheinbareres Lebensmittel in den Fokus: die Zwiebel.
Der Grund für ihre Einschätzung ist vor allem das enthaltene Quercetin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff verfügt über antioxidative Eigenschaften, die dabei helfen sollen, Entzündungsprozesse zu reduzieren sowie Blutdruck und Cholesterinwerte positiv zu beeinflussen.
Was macht die Zwiebel so wertvoll?
Quercetin gehört zur Gruppe der Flavonoide. Neben diesen antioxidativen Effekten liefert die Zwiebel auch Kalium, Ballaststoffe und essenzielle Vitamine.
Der große Vorteil: Zwiebeln lassen sich mühelos in den täglichen Speiseplan integrieren. Ob roh im Salat, angeschwitzt in Suppen oder als Basis für Gemüsegerichte – die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
Blutdruck senken: Fakten vs. Wunschdenken
Die wissenschaftliche Datenlage ist vielversprechend, aber differenziert zu betrachten. Meta-Analysen deuten darauf hin, dass Quercetin den systolischen und diastolischen Blutdruck moderat senken kann.

Wichtig ist jedoch die Unterscheidung: Viele Studien basieren auf hochkonzentrierten, standardisierten Extrakten aus Zwiebelschalen. Eine einzelne Zwiebel im Abendessen liefert deutlich geringere Mengen. Dennoch deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass eine regelmäßige Aufnahme der enthaltenen Wirkstoffe einen Beitrag zur Senkung des systolischen Blutdrucks leisten kann.
Cholesterin und Entzündungen
Auch beim Thema Blutfette gibt es positive Signale. Eine Analyse von zehn randomisierten Studien zeigte bei Probanden, die Zwiebel-Supplemente erhielten, Verbesserungen beim LDL- sowie HDL-Cholesterin.
Auch wenn Quercetin mit der Regulation von Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht wird, ist Vorsicht geboten: Die Ergebnisse sind je nach Studie unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Zwiebel kann als Teil einer ausgewogenen Ernährung dienen, ist jedoch kein Ersatz für eine medizinische Therapie.
Tipps für mehr Zwiebeln im Alltag
Um von den Inhaltsstoffen zu profitieren, empfiehlt sich die regelmäßige Verwendung in der Küche:
- Roh in Salaten oder auf Vollkornbrot.
- Gedünstet in Gemüsepfannen.
- Als aromatische Basis für Suppen und Eintöpfe.
- In Kombination mit Hülsenfrüchten.
- Zu Fisch oder mageren Eiweißquellen.
- Als Bestandteil von Tomaten- oder Gemüsesaucen.
- Fein gehackt als Topping für Kartoffelgerichte.
