Diebstahl-Masche im Supermarkt: Kriminelle erbeuten Handtaschen mit Einkaufswagen-Trick
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Wertsachen sollten beim Einkaufen direkt am Körper getragen werden.
Kriminelle nutzen in Supermärkten und Discountern gezielt Unaufmerksamkeiten aus, um Kunden zu bestehlen. Die Polizei warnt vor einer Masche, bei der Täter absichtlich Verwirrung stiften – häufig durch das Vortäuschen einer Verwechslung des Einkaufswagens.
Vorfall in Eppingen: Seniorin im Discounter bestohlen
Wie das Polizeipräsidium Heilbronn berichtet, traf diese Masche eine 85-jährige Frau in einem Supermarkt im baden-württembergischen Eppingen. Eine etwa 50 Jahre alte Frau lenkte die Seniorin ab und flüchtete anschließend mit deren Einkaufswagen samt Handtasche.
Von der Tatverdächtigen fehlt bislang jede Spur. Die Ermittler weisen darauf hin, dass diese Form des Diebstahls im Einzelhandel kein Einzelfall ist.
Wertgegenstände sind beim Einkaufen besser am Körper als im Einkaufswagen aufgehoben.
Verhaltenstipps der Polizei beim Einkauf
Die Ermittlungsbehörden mahnen zu erhöhter Wachsamkeit beim täglichen Einkauf. Folgende Grundregeln schützen vor Verlusten:

- Taschen und Wertsachen niemals unbeaufsichtigt im Einkaufswagen ablegen.
- Bei plötzlicher oder ungewöhnlicher Ansprache durch Fremde aufmerksam bleiben.
- Geldbörsen, Smartphones und Schlüssel stets direkt in verschlossenen Innentaschen am Körper tragen.
Weitere Vorgehensweisen von Taschendieben
Neben dem Einkaufswagen-Trick setzen Diebe laut Polizeiangaben auf weitere Ablenkungsmanöver:
- Fragen nach Produkten: Ein Täter verwickelt Kunden in ein Gespräch über bestimmte Waren, während ein Komplize unbemerkt in die abgestellte Tasche greift.
- Falsche Hilfsangebote: Fremde bieten älteren Menschen an, schwere Einkäufe nach Hause zu tragen. Auf dem Weg wird die Geldbörse unbemerkt entwendet, die Tasche vor der Haustür abgestellt und die Person flieht.
Viele ältere Menschen können wenig Gegenwehr leisten und geraten in den Fokus von Dieben.
Seniorinnen besonders oft im Visier von Kriminellen
Laut Daten der Polizeilichen Kriminalprävention geraten ältere, allein unterwegs befindliche Frauen besonders häufig ins Visier von Tätern. Bundesweit wurden 993 Fälle von Handtaschenraub mit einem Gesamtschaden von rund 647.000 Euro registriert.
Die Täter nutzen in vielen Fällen überraschende Momente und entreißen die Taschen im Vorbeigehen oder Vorbeifahren. Unter den Tatverdächtigen befinden sich überwiegend Männer, ein signifikanter Teil von ihnen unter 21 Jahren.


