Drohnenanschlag auf Flughafen Leipzig: Verdächtiger lebte jahrelang in Russland
Aktuelle News
Drohnenanschlag auf Flughafen Leipzig: Verdächtiger lebte jahrelang in Russland
Nach dem vereitelten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle verdichten sich die Spuren nach Moskau. Der lettische Staatsbürger, der im Zusammenhang mit der Tat verdächtigt wird, hatte seit mehreren Jahren seinen dauerhaften Wohnsitz in Russland.
Das teilte die Sicherheitspolizei in Riga mit. Die lettischen Sicherheitsbehörden bestätigten zudem, dass sie in dem Fall vollumfänglich mit den deutschen Ermittlern zusammenarbeiten.
Zwei Tatverdächtige im Fokus der Ermittlungen
Recherchen von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung zufolge haben die Sicherheitsbehörden zwei konkrete Personen im Visier. Die Bundesanwaltschaft hat sich zu den Details bislang nicht öffentlich geäußert.
Einer der beiden Verdächtigen soll neben der lettischen auch die russische Staatsbürgerschaft besitzen.
Ermittlungen zu den Hintergründen des versuchten Sprengstoffanschlags am Flughafen Leipzig/Halle.
Sprengstoffdrohne zielte auf Frachtmaschinen
Drehkreuz für Hilfslieferungen
Der Vorfall ereignete sich am 4. August auf dem mitteldeutschen Frachtflughafen. Dort wurde eine scharfe, mit Sprengstoff beladene Drohne sichergestellt.
Der Flugkörper befand sich in unmittelbarer Nähe mehrerer ukrainischer Transportflugzeuge. Der Flughafen Leipzig/Halle dient als ein zentraler Umschlagplatz für militärische Hilfsgüter an die Ukraine.
Diplomatische Spannungen nach dem vereitelten Anschlag auf dem Leipziger Rollfeld.
Diplomatische Reaktionen in Berlin und London
Die Bundesregierung macht den russischen Staat direkt für den Anschlagsversuch verantwortlich. Als Konsequenz ordnete Deutschland die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin an.
Großbritannien bestellte den ranghöchsten russischen Diplomaten in London ein. Das britische Außenministerium sprach von einem rücksichtslosen Angriff und einem gezielten Versuch, die europäische Sicherheit zu schwächen.
Moskau wies die Anschuldigungen zurück und bezeichnete sie als haltlos. Die russische Regierung ordnete im Gegenzug die Schließung der Standorte des Goethe-Instituts in Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk an und bestellte den deutschen Geschäftsträger ein.


