DTM-Eklat am Nürburgring: Nicki Thiim wütet gegen Mercedes-AMG
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Nicki Thiim und Tom Kalender nach dem Samstagsrennen am Nürburgring.
Nach einem frustrierenden elften Platz beim Samstagsrennen der DTM auf dem Nürburgring fand Aston-Martin-Pilot Nicki Thiim deutliche Worte. Der Däne bezeichnete das Geschehen auf der Strecke als „eine Frechheit“ und unterstellte Mercedes-AMG eine gezielte Blockadetaktik.
Nicki Thiim und Tom Kalender während des DTM-Wochenendes am Nürburgring.
Vorwürfe gegen AMG und die Rennleitung
Thiim sieht sich in einer unfairen Position. Er wirft dem Mercedes-Piloten Tom Kalender vor, von seinem Team explizit angewiesen worden zu sein, ihn um jeden Preis aufzuhalten, um die Titelchancen der anderen AMG-Piloten Maro Engel und Lucas Auer zu schützen.
Besonders die erste Runde und eine Szene in der Schikane erhitzten die Gemüter. Thiim monierte: „Bei Tom ist klar zu sehen, was seine Aufgabe war: Mich auf alle Kosten nicht vorbeizulassen.“ Er fühle sich in der Serie „abgedreht“ und durch eine uneinheitliche Auslegung der Balance of Performance (BoP) benachteiligt.
Gegendarstellung: Kalender weist Vorwürfe zurück
Der 18-jährige Tom Kalender kontert die Vorwürfe des Dänen. Er betonte, dass er in der fraglichen Szene in der dritten Runde keineswegs blockiert habe. „Ich bin über die Gerade gefahren und habe mich entschieden, nicht zu blocken, weil es einfach nicht machbar war – und dann hält er trotzdem rein“, so Kalender.

Das Resultat des Zweikampfes war für den jungen Piloten folgenschwer: Durch die Berührung wurde das Auspuff-Endrohr seines Landgraf-Mercedes so schwer beschädigt, dass er das Auto vorzeitig abstellen musste.
Strafe für Thiim
Renndirektor Sven Stoppe bewertete die Situation nach Sichtung der Daten eindeutig. Da Thiim beim Überholversuch nicht auf gleicher Höhe war und Kalender abdrängte, wurde gegen den Aston-Martin-Piloten eine Penalty-Lap-Strafe verhängt. Thiim, der nun 30 Punkte hinter Spitzenreiter Engel auf Rang vier liegt, zeigte für diese Entscheidung wenig Verständnis.
„Ich merke schon, wie das hier funktioniert in der DTM“, resümierte Thiim frustriert. Für ihn fühlt sich das aktuelle Leistungsgefüge derzeit ungleich verteilt an, während die DTM-Saison in eine entscheidende Phase geht.

