Dunkle Flecken an der Fassade: So wird man die 1 bis 3 Millimeter kleine Mauerspinne los
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Die kreisrunden Netze der Mauerspinne sammeln Straßenstaub und lassen Fassaden fleckig wirken.
Dunkle Flecken an der Hauswand durch die Mauerspinne
Gräulich-schwarze, etwa handtellergroße Flecken an Außenwänden wirken oft wie Verfärbungen oder Schimmel. Dahinter steckt jedoch meist ein winziges Spinnentier: die Mauerspinne (Dictyna civica).
Die Tiere aus der Familie der Kräuselspinnen messen lediglich ein bis drei Millimeter. Haben sie sich einmal in Vertiefungen oder Ritzen eingenistet, erweist sich die Beseitigung oft als hartnäckig.
Wo sich Dictyna civica besonders gern ansiedelt
Mauerspinnen ernähren sich von Insekten und bevorzugen Stellen, an denen Beutetiere verlässlich vorbeikommen. Besonders beliebt sind gut beleuchtete Bereiche sowie witterungsgeschützte Zonen.
Häufig finden sich die Spinnen daher an folgenden Stellen:
- Unter Dachüberständen und Balkonen
- Entlang von Regenrinnen und an Dachunterseiten
- Direkt unter Fenstersimsen
Schmutzfänger statt Bauschaden
Im Gegensatz zu vielen anderen Spinnenarten baut die Mauerspinne keine freihängenden Konstruktionen. Sie webt stark gekräuselte Fäden direkt flach auf den Putz.
Die Fäden sind ursprünglich weiß. Im Laufe der Zeit verfangen sich darin jedoch Ruß, Straßenstaub und Schmutzpartikel, wodurch die auffälligen dunklen Flecken entstehen.
Für die Bausubstanz besteht trotz des unschönen Aussehens keine Gefahr. Die Tiere beschädigen Mauerwerk oder Putzschichten nicht.

Fassade reinigen: So entfernen Sie die Netze
Leicht zugängliche Stellen lassen sich mechanisch mit einem harten Besen abbürsten. Gründlicher wirkt das Abspritzen der Wandflächen mit Wasser, da hierbei auch abgelegte Eier weggespült werden.
Besonders effektiv ist der Einsatz eines Hochdruckreinigers mit Warmwasserfunktion oder Brenner. Dabei gilt es, den Druck zunächst niedrig einzustellen und an einer unauffälligen Stelle zu testen, um Putzschäden zu vermeiden.
Da einzelne Tiere in winzigen Ritzen überleben und erneut Netze anlegen können, muss die Reinigung unter Umständen nach einiger Zeit wiederholt werden.
Warum chemische Insektizide keine Lösung sind
Der Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln bringt an der Fassade keinen Erfolg. Herkömmliche Insektizide wirken gegen Spinnentiere in der Regel nicht oder nur stark eingeschränkt.
Zudem greifen viele chemische Wirkstoffe die Fassadenbeschichtung an und können zu bleibenden Verfärbungen auf dem Putz führen.
