DWD warnt in über 100 Kreisen: Sturmböen bis 80 km/h – danach droht Hitze-Überraschung bis 31 Grad
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Sonnenstrahlen brechen durch die Wolkendecke über einem See im Naturschutzgebiet Bislicher Insel in Nordrhein-Westfalen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für mehr als 100 Landkreise und kreisfreie Städte amtliche Unwetterwarnungen vor Sturm und Gewitter herausgegeben. Während an den Küsten und auf den Inseln schwere Sturmböen von bis zu 80 km/h erwartet werden, steht Deutschland direkt im Anschluss eine markante Wetterwende bevor: Zum Wochenende steigen die Temperaturen im Südwesten auf bis zu 31 Grad.
Verantwortlich für das turbulente Wetter in Deutschland ist ein Tiefdruckgebiet über der Ostsee, das kühlere Meeresluft aus Nordwesten heranführt. Diese Luftmasse trifft auf ein Hochdruckgebiet, das von England in Richtung Süddeutschland zieht – ein Aufeinandertreffen, das zunächst für gefährliche Windspitzen sorgt, bevor sich milde bis heiße Spätsommerluft durchsetzt.
Sonnenstrahlen über einem See im Naturschutzgebiet Bislicher Insel in Nordrhein-Westfalen.
Warnstufe Orange an den Küsten: Wo Böen bis 80 km/h drohen
Besonders an der Nordseeküste sowie auf der Ostseeinsel Fehmarn gilt erhöhte Wachsamkeit. Der DWD hat für diese Regionen die Warnstufe Orange (Stufe 2 von 4) ausgerufen. In Schauernähe und in exponierten Lagen muss mit Sturmböen von bis zu 80 km/h gerechnet werden.
Bei diesen Windstärken besteht die Gefahr, dass Äste von Bäumen abreißen oder ungesicherte Gegenstände umhergewirbelt werden. Wer sich im Freien aufhält, sollte entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Bei amtlichen Sturmwarnungen der Stufe Orange sollten lose Gegenstände im Außenbereich gesichert und bewaldete Abschnitte wegen herabstürzender Äste gemieden werden.
Warnstufe Gelb im Landesinneren und Gewittergefahr im Osten
Ein breites Band erstreckt sich quer durch die Bundesrepublik, in dem der DWD die Warnstufe Gelb verhängt hat. Betroffen sind weite Teile von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Ostwestfalen bis nach Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Sachsen.
In diesen Bereichen werden bis zum Abend Windböen mit Geschwindigkeiten um 55 km/h erwartet, die leichtere Gegenstände durch die Luft wehen können. Im Osten des Landes können sich bis zum frühen Nachmittag zudem einzelne kurze Gewitter entladen.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Windgeschwindigkeiten um 55 km/h völlig unbedenklich seien. In dicht bebauten Gebieten oder auf Autobahnbrücken können jedoch bereits solche Böen zu gefährlichen Seitenwinden führen und lose Baustellenabsicherungen verschieben.

Nebel in der Nacht und anschließender Hitze-Vorstoß
Nachdem der Wind abklingt, folgt in der Nacht zum Freitag die nächste tückische Wettererscheinung: Örtlich bildet sich dichter Nebel. Die Sichtweiten können laut Meteorologen auf unter 150 Meter sinken, was insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr erhöhte Aufmerksamkeit verlangt.
Die Temperaturprognose für das Wochenende
Nach dem Durchzug der kühleren Meeresluft setzt sich das Hochdruckgebiet durch und leitet einen steilen Temperaturanstieg ein. Vor allem der Süden und Südwesten erleben ein spätsommerliches Comeback.
| Tag & Region | Erwartete Höchstwerte |
|---|---|
| Freitag (Nordosthälfte) | 16 bis 20 Grad |
| Freitag (Südwesthälfte) | 18 bis 24 Grad |
| Samstag (Deutschlandweit / Oberrhein) | 20 bis 25 Grad / bis zu 29 Grad |
| Sonntag (Norden / Landesweit) | 18 bis 23 Grad / 22 bis 27 Grad |
| Sonntag (Südwesten & Oberrhein) | 25 bis 29 Grad / bis zu 31 Grad |
💡 Der abrupte Wechsel von stürmischen Herbstausläufern zu hochsommerlichen 31 Grad am Oberrhein zeigt die enorme Dynamik der aktuellen Wetterlage.
🔍 Achten Sie auf die aktuellen Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes in Ihrer Region, bevor das Wochenende überwiegend sonnig wird.
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