Dynamo Dresden vor dem Darmstadt-Duell: Stamm fordert Reaktion auf Fehlstart
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Dynamo-Trainer Thomas Stamm analysiert die Fehler des Saisonauftakts.
Wachablösung bei der Wahrnehmung
Kann Dynamo Dresden am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen Darmstadt 98 die sportliche Antwort auf den Fehlstart gegen Nürnberg liefern? Im Februar besiegten die Sachsen die Lilien nach einer 3:0-Führung noch souverän mit 3:1. Doch Trainer Thomas Stamm weiß: Diese Saison schreibt ihre eigenen Gesetze.
Durch die starke Rückrunde als Tabellenvierter hat sich der Status von Dynamo grundlegend geändert. „In der Ansprache vor dem Nürnberg-Spiel war es Thema bei uns“, erklärt der 43-Jährige. „Niemand wird uns mehr unterschätzen. In der Rückrunde war das vielleicht anders, wenn man gegen den Tabellenletzten spielte – aber als Mensch neigt man dazu, unterbewusst nicht an seine Leistungsgrenzen zu gehen.“
Die Hürde liegt höher
Stamm fordert von seiner Mannschaft mehr Konsequenz. „Wir müssen uns nicht auf einer stabilen Rückserie ausruhen. Die Hürde, die wir überspringen müssen, liegt jetzt deutlich höher“, betont der Schweizer. „Wir haben sie uns selbst hochgelegt und müssen nun beweisen, dass wir drüberkommen. Das macht die Aufgabe schwieriger, aber auch reizvoller.“
Dynamo-Trainer Thomas Stamm während eines Spiels.
Baustelle rechte Seite
Besonderes Augenmerk liegt auf der rechten Defensivseite, die sich gegen Nürnberg als Problemzone entpuppte. Sowohl Außenverteidiger Jonas Sterner als auch Jakob Lemmer zeigten Schwächen. Die Neuzugänge Simon Straudi und Kaan Inanoglu drängen nun in die Startelf.

Defensiv-Analyse von Thomas Stamm
Stamm hat klare Mängel in der Absicherung identifiziert: „Die Situationen vor den Gegentoren in Nürnberg hatten wir schon in der Vorbereitung. Wir müssen die Tiefe früher verteidigen.“ Interessant ist dabei der Blick auf die Daten: Sterner erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 32,82 km/h und war damit fast auf Augenhöhe mit Nürnbergs dreifachem Torschützen Mohamed Ali Zoma (32,91 km/h). Das Problem war nicht das Tempo, sondern das Stellungsspiel.
Auch das Mittelfeld steht in der Pflicht. „Wir müssen Doppelpässe besser verteidigen“, mahnt Stamm. Ob er für das Heimspiel gegen Darmstadt personell rotiert, bleibt abzuwarten. Eine Umstellung könnte die Unberechenbarkeit erhöhen, birgt jedoch für Dynamo Dresden auch das Risiko, die defensive Stabilität weiter zu schwächen.

