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Eklat bei Linken-Event in Neukölln: 1000 Besucher bei Auftritt mit Gewaltparolen

Kundgebung der Partei Die Linke in Berlin-Neukölln Aktuelle News

Rund 1000 Menschen besuchten die Kundgebung in Berlin-Neukölln.

Ein Auftritt auf einer Veranstaltung der Neuköllner Linken sorgt für massive politische Auseinandersetzungen. Vor rund 1000 Besuchern skandierte der Rapper Dahabflex auf der Bühne explizite Gewaltparolen.

Gegen Ende der Kundgebung präsentierte der Musiker seinen Track „Stop the Genocide“. Der Text enthielt wiederholt die Zeilen „Yalla Yalla Intifada – Westbank, Palästina, Gaza“ sowie „Death to the IDF“.

Zahlreiche vorwiegend jugendliche Teilnehmer sangen und tanzten zu den Rhythmen. Währenddessen wurden Palästina-Flaggen geschwenkt, einzelne Anwesende vermummten sich im Publikum.

Fehlende Intervention vor Ort

Während des Auftritts betrat Hermann Nehls, Co-Vorsitzender des Neuköllner Bezirksverbands, die Bühne, um Fotos zu machen. Eine Unterbrechung oder Distanzierung erfolgte vor Ort nicht.

Am Folgetag erklärte Nehls, die Darbietung sei nicht abgesprochen gewesen und spontan erfolgt. Gewaltaufrufe gegen Personen seien nicht hinnehmbar, der Bezirksverband werde den Vorfall intern aufarbeiten.

Reaktionen der Parteispitze

Die Berliner Parteiführung zeigte sich empört über die Vorkommnisse. Landeschefin Kerstin Wolter forderte eine lückenlose Aufklärung sowie personelle Konsequenzen im Kreisverband.

Eklat bei Linken-Event in Neukölln: 1000 Besucher bei Auftritt mit Gewaltparolen

Auch Spitzenkandidatin Elif Eralp verurteilte die Vorfälle deutlich. Die Verantwortlichen vor Ort hätten nach ihren Worten unverzüglich eingreifen müssen.

CDU fordert Koalitionsstopp

CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers griff die Linkspartei nach dem Vorfall frontal an. Er warf der Partei vor, dass entsprechende Positionen kein Einzelfall seien.

Evers appellierte direkt an SPD und Grüne, künftige Koalitionen mit der Berliner Linken kategorisch auszuschließen.

Hintergrund der Veranstaltung

Die Kundgebung lief unter dem Motto „Wütend auf den Kapitalismus“ und wurde gemeinsam mit dem Theaterregisseur Volker Lösch veranstaltet. Zum Programm gehörten Talkrunden mit Linken-Politikern sowie Beiträge von Publizistin Deborah Feldman und Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal.

Der Neuköllner Kreisverband steht innerparteilich bereits seit längerer Zeit wegen seiner Haltung zum Nahostkonflikt im Zentrum wiederkehrender Kontroversen.