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Eklat in Berliner Moschee: FDP-Politiker Meyer zeigt 2017er-Foto von gesuchtem Hamas-Mann

Christoph Meyer spricht auf einer politischen Podiumsdiskussion Aktuelle News

FDP-Politiker Christoph Meyer sorgte auf dem Podium für einen offenen Schlagabtausch.

Bei einer Wahlkampfdebatte in einem umstrittenen Berliner Moscheeverein ist es am Freitagabend zu einem offenen Eklat gekommen. Auf dem Podium diskutierten die Spitzenkandidaten von SPD, Grünen, Linken und FDP.

Bereits in der Vorstellungsrunde griff FDP-Spitzenkandidat Christoph Meyer zu einer gezielten Provokation: Er hielt ein Foto aus dem Jahr 2017 in die Höhe. Das Bild zeigt Moschee-Imam Sabri zusammen mit Majed al-Zeer, einem inzwischen in Deutschland gesuchten Hamas-Funktionär.

Foto von Hamas-Kader löst Streit auf offener Bühne aus

Meyer nutzte das Fotodokument für einen frontalen Angriff: „Das ist Imam Sabri zusammen mit dem damals führenden Kopf der Hamas in Deutschland. Und wenn wir uns ehrlich machen wollen, wenn wir darüber diskutieren wollen, dass zum Beispiel Imam Haider nach dem 7. Oktober keine klare Abgrenzung von den Angriffen in Israel…“

Weiter kam der FDP-Politiker nicht. Die Moderatorin der Runde, die muslimische Aktivistin Iman Andrea Reimann, unterbrach ihn unmittelbar.

„Das können wir gerne nachher diskutieren“, erklärte Reimann und forderte Meyer auf, zur ursprünglichen Fragestellung zurückzukehren. Als der Liberale nicht einlenkte, schob die Moderatorin nach: „Sie führen jetzt auf einen Weg, der dafür nicht angemessen ist.“

Moderatorin droht mit direktem Wortentzug

Meyer ließ sich nicht stoppen und bestand auf der Thematisierung der radikalen Kontakte. „Es geht nicht darum, was angemessen ist, sondern es geht darum, dass man unterschiedliche Positionen zueinander aushalten können muss“, entgegnete der FDP-Kandidat.

Eklat in Berliner Moschee: FDP-Politiker Meyer zeigt 2017er-Foto von gesuchtem Hamas-Mann

Die Fronten verhärteten sich in der Folge sekündlich. Reimann griff zu schärferen Mitteln: „Ich möchte heute nicht über verschiedene Verbände und Vereine sprechen, sondern über Ihre politische Haltung. Sie nehmen die Veranstaltung ein, ich muss Ihnen das Wort entziehen.“

Meyer warf der Versammlungsleitung daraufhin vor, unbequeme Debatten gezielt abzuwürgen. Wer bei Wortmeldungen sofort unterbreche und mit Redeverboten drohe, liefere Wasser auf die Mühlen derer, die eine demokratische Auseinandersetzung verweigern.

Widerspruch von Linken-Politikerin Eralp

Aus den Reihen der anwesenden Politiker schaltete sich Elif Eralp (Die Linke) in den Schlagabtausch ein. „Man muss auch über muslimisches Leben reden können, ohne über religiösen Fundamentalismus zu reden“, stellte Eralp klar.

Moderatorin Reimann bekräftigte zum Abschluss des Disputs ihren Kurs: Eingeladen worden sei, um über die Zukunft der Stadt Berlin zu debattieren – nicht über verbandspolitische Hintergründe der Gastgeber.