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Ende 2026: Kraftfahrt-Bundesamt bringt digitalen Führerschein aufs Smartphone

Digitaler Führerschein auf einem Smartphone Aktuelle News

Der Führerschein soll ab Ende 2026 direkt auf dem Smartphone gespeichert werden.

Starttermin für viertes Quartal 2026 anvisiert

Die Brieftasche kann bei Autofahrten in Deutschland bald öfter zu Hause bleiben. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) plant die Einführung des digitalen Führerscheins für Ende 2026.

KBA-Präsident Richard Damm bestätigte diesen Zeitplan gegenüber der Zeitschrift „Auto Motor & Sport“. Die Entwicklung befinde sich in der finalen Phase, die offizielle Vorstellung soll im vierten Quartal 2026 erfolgen.

Eine gemeinsame Anwendung für alle Autodokumente

Die technische Basis bildet die offizielle „i-kfz-App“ des KBA, die bereits von rund zwei Millionen Personen genutzt wird. In dieser Anwendung lässt sich der digitale Fahrzeugschein (DFZ) schon heute hinterlegen.

Künftig bündelt das System beide Nachweise direkt auf dem Mobiltelefon. Die Freischaltung erfolgt entweder über die Online-Ausweisfunktion (eID) des Personalausweises oder durch das Einscannen eines QR-Codes.

Ende 2026: Kraftfahrt-Bundesamt bringt digitalen Führerschein aufs Smartphone

Regeln bei Polizeikontrollen und im Ausland

Der digitale Fahrzeugschein bietet praktische Funktionen für den Alltag, unterliegt jedoch klaren Grenzen:

  • Offline-Verfügbarkeit: Die hinterlegten Dokumente lassen sich auch ohne aktive Internetverbindung aufrufen.
  • Teilen-Funktion: Wer sein Fahrzeug verleiht, kann den digitalen Schein direkt an andere Personen übermitteln.
  • Kontrollrecht: Bei Verkehrskontrollen muss das Smartphone den Einsatzkräften nur vorgezeigt, aber nicht ausgehändigt werden.
  • Auslandsreisen: Die digitale Version ist vorerst nur innerhalb Deutschlands gültig. Bei Fahrten ins Ausland bleibt das originale Papierdokument Pflicht.

Immer mehr Behördengänge laufen digital

Parallel zu den mobilen Dokumenten verzeichnet die Behörde einen starken Anstieg bei den Online-Zulassungsvorgängen. Lag deren Anteil im Jahr 2024 noch bei 8 Prozent, stieg er 2025 auf 15 Prozent und erreichte 2026 bereits knapp 22 Prozent.

Besonders häufig nutzen Fahrzeughalter den Online-Weg für Außerbetriebsetzungen, auf die 40 Prozent aller Vorgänge entfallen. Neuzulassungen über das Internet machen derzeit 14 Prozent aus.