Engländer vs. Franzose: Was Werkzeug-Klassiker wirklich unterscheidet
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Ein direkter Vergleich der verstellbaren Schraubwerkzeuge zeigt deutliche konstruktive Unterschiede.
Ein gut ausgestatteter Werkzeugkasten basiert auf einem Satz Maulschlüssel in verschiedenen Größen. Doch oft stößt man an Grenzen, wenn die passende Weite fehlt. Hier kommen verstellbare Werkzeuge ins Spiel.
Der Begriff „Engländer“ ist im deutschen Sprachraum weit verbreitet, doch die fachlich korrekte Bezeichnung lautet Rollgabelschlüssel. Über ein kleines Gewinde lässt sich die Maulweite präzise anpassen, was das Mitführen zahlreicher Einzelschlüssel überflüssig macht.
Engländer und Franzose im Vergleich
Engländer oder Franzose: Die technischen Unterschiede
Beide Werkzeuge dienen dem gleichen Zweck, unterscheiden sich jedoch grundlegend in der Mechanik. Der Engländer besitzt sein Stellgewinde seitlich am Kopf; er bietet eine feste Maulöffnung, die sich stufenlos justieren lässt.
Der Engländer ist ideal für Sechskantschrauben und Muttern. Beim „Franzosen“ hingegen wird die Einstellung durch Drehen des Griffendes vorgenommen. Dies ermöglicht eine hohe Klemmkraft, da die Backen beidseitig geführt werden. Dennoch gilt der Franzose heute weitgehend als Relikt.

Kurios: Der Franzose findet sich als Symbol auf dem deutschen Verkehrszeichen 365-62 (Pannenhilfe), obwohl er im Alltag kaum noch als Standardwerkzeug genutzt wird.
Warum Maulschlüssel unersetzlich bleiben
Engländer und Maulschlüssel
Der moderne Rollgabelschlüssel ist durch sein Schneckengetriebe wesentlich schlanker und erreicht auch engere Bauräume. Trotzdem sollten feste Maulschlüssel nicht fehlen.
- Langlebigkeit: Maulschlüssel haben keine beweglichen Teile, die verschleißen können.
- Kraftübertragung: Sie sind robuster bei hohen Belastungen.
- Passform: Sie greifen Schrauben an mehreren Flanken gleichzeitig, was den Abrutschschutz erhöht.
Der „Engländer“ wurde übrigens 1892 von dem Schweden Johan Petter Johansson erfunden und patentiert. Der Name könnte entstanden sein, weil man in Kontinentaleuropa mit dem metrischen System arbeitete, während in England Zollmaße üblich waren – der verstellbare Schlüssel bot hier die universelle Lösung.


